Samstag, 14. August 2010
Kakadu National Park
Unser Abstecher an das noerdliche Ende von Australien, genauer in den Kakadu National Park, liegt zwar schon eine Zeit zurueck doch die tollen Erinnerungen sind immer noch lebhaft genug, um einen separaten Blog zu fuellen:
Die Fotos zum Kakadu National Park findet ihr HIER.
Der Kakadu National Park bedeckt ca. eine Flaeche halb so gross wie die Schweiz und grenzt im Osten an ein noch groesseres Aboriginie Reservat. Auf dem Weg in den Park haben wir einen Zwischenhalt bei der "Jumping Crocodile Tour" gemacht. Die Gewaesser im Norden von Australien sind beruechtigt fuer die vielen Krokodile und einige unvorsichtige Touristen sind bereits Krok-Futter geworden. Im Kakadu National Park gibt es kleinere (ca. 2-3m) Suesswasserkrokodile und riesige (ca. 4-6m) Salzwasserkrokodile (welche aber am liebstem im Suesswasser wohnen...). In einer kleinen Nussschale sind wir auf den Mary River hinausgefahren und haben bereits nach wenigen Minuten unser erstes "Salty" entdeckt. Der Guide unseres Boots hat ein Stueck Fleisch an einer Rute befestigt und damit das Krokodil dazu gebracht, wie eine Kerze aus dem Wasser zu springen. Ein absolut eindruecklicher Anblick, besonders wenn man unten in einer Nussschale sitzt und hofft, dass das Krokodil nicht auf dem Boot landet...
Der Kakadu National Park ist aber nicht bloss wegen den Krokodilen beruehmt, sondern insbesondere wegen den Aboriginie Felsmalereien und den Wetplains, riesige Flaechen welche in der Regenzeit ueberflutet werden. Die Felsmalereien waren dann auch wirklich beeindruckend und halfen uns, nach einem Jahr in Australien endlich die Aboriginie Kultur (etwas) zu verstehen. Im Gegensatz zu unserer Kultur haben die Aboriginie nie den Schritt zur Agrikultur gemacht sondern sind Jaeger und Sammler geblieben. Deshalb leben sie auch viel mehr im hier und jetzt als wir. Ihre Malereien dienen zu Bildungszwecken und erklaeren welche Tiere man wie jagt und welche Teile geniessbar sind.
Ausserdem haben die Aboriginie ein ausgekluegeltes Familiensystem: Es gibt zwei Nachnamen und acht Vornamen (je vier fuer Frauen und vier fuer Maenner). Dadurch haben zwar viele Leute den selben Namen, aber dies definiert auch die familiaeren Verhaeltnisse. So sind zum Beispiel alle Frauen mit demselben Namen wie die leibliche Mutter die familiaere Mutter und muessen fuer einen sorgen. Und nach der vierten Generation fangen die Namen wieder vorne an, so dass die Urgrossmutter die Tochter ihres Urgrosskindes ist und dieses somit fuer die Urgrossmutter sorgen muss. Dies macht um so mehr Sinn wenn man bedenkt, dass die Aboriginie frueher viel aelter geworden sind als wir (u.a. weil sie zur Heirat mind. vier Verwandtschaftsstufen entfernt sein muessen) und frueh Kinder hatten.
Eine Nacht haben wir in einem kleinen "Roadhouse" verbracht wo all die Lastwagenfahrer (Truckies) uebernachten. Die Unterkunft bestand dabei aus einem einigermassen isolierten Hochseecontainer welcher in 5 Abschnitte ("Zimmer") unterteilt worden ist. Beim Abendbier vor dem Container sind wir mit zwei Truckies ueber die 'guten alten Zeiten' ins Gespraech gekommen. Dabei haben wir erfahren, dass bis vor ein paar Jahren Truckies in Australien Distanzen nicht in km angegeben hatten, sondern in Sixpacks (ein 6er Pack Bier). 100km entsprachen in etwa einem Sixpack. Die Trinkerei unter den Lastwagenfahrer sei anscheinen so gross gewesen, dass die leeren Bierflaschen am Strassenrand die Regierung vom Staat South Australia dazu veranlasst hatte, alle zig Kilometer Fussballtore aufzustellen in welche die Truckies waehrend voller Fahrt die leeren Bierflaschen werfen konnten.... Ob das wirklich stimmt konnten wir (zum Glueck) nicht verifizieren. Vielleicht sollte man noch erwaehnen, dass es in Australien sog. Road Trains gibt: Lastwagen mit bis zu vier Anhaengern (vgl. Foto) und ueber 100 Tonnen Gewicht.
Das Highlight unserer Kakadu National Park Ferien war jedoch eine Aboriginie Tour. Zwei Aboriginie Frauen und ein Australischer Fahrer fuehrten uns tief ins Outback. Das Konzept der Tour bestand darin, dass wir uns unser Nachtessen im Busch zusammensammeln und dann gemeinsam am Lagerfeuer verspiesen. Zum ersten "Gang" gab es Seerosenstengel und Seerosenwurzel aus dem lokalen Tuempel (Bilabong). In einem ausgetrockneten Flussbett suchten wir anschliessend nach Muscheln. Als naechster Gang gab es kartoffelmaessige Wurzeln eines vertrockneten Grasses sowie gruene Ameisen. Die Ameisen waren ziemlich lecker. Sie schmeckten nach Zitronen und sollen angeblich gut gegen Kopfschmerzen sein. Weiter ging es in einen trockenen Sumpf wo wir in muehsamster Arbeit Wasserkastanien (die Wurzeln des lokalen Grases) aus dem Boden ausgruben. Eine Wasserkastanie hat etwa die Groesse einer Erbse und kann gekocht gegessen werden. Kurz vor Sonnenuntergang fuhren wir an ein grosses Wetplain auf welchem tausende Gaense im Wasser nach Wasserkastanien suchten. Die Aboriginies hatten am Morgen zuvor zwei der Gaense geschossen und einen grossen Baramundi Fisch gefangen. Nachdem wir die Gaense gerupft hatten, wurden sie ausgenommen. Das frustrierende dabei war, dass die zwei Gaense in ihrem Hals mehr Wasserkastanien hatten, als wir in muehsamer Arbeit gesammelt hatten....
Das ganze Essen legten wurde dann auf heisse Steine in eine Grube gelegt, mit Baumrinde abgedeckt und dann mit Erde zugeschuettet. Zudem gab es noch Buschbrot: Man werfe ein Mocken Teig in die Glut, bedecke alles mit Asche und warte 30 Minuten. Anschliessend etwa 'putzen' und fertig ist das Buschbrot. Das ganze Essen war sagenhaft lecker und ein Erlebnis der Sonderklasse. Auf der Rueckfahrt vom Nachtessen haben wir noch ein paar ziemlich grosse Schlangen angetroffen welche gluecklicherweise mehr Angst von uns hatten als wir von ihnen. A propos Schlangen sei noch zu erwaehnen, dass Jacqueline am Tag zuvor Saemi waehrend einer Wanderung heldenhaft von einer Schlange 'gerettet' hatte, welche ploetzlich ueber den Weg kroch. Jetzt sind wir quitt (vgl. Blog zu Canberra).
Am naechsten Tag fuhren wir zurueck nach Darwin wo wir uns von Australien verabschieden mussten. Die Freude auf Bali war zum Glueck Trost genug.
Im naechsten Blog berichten wir ueber unsere Zeit auf Bali.
Viele liebe Gruesse
Jacqueline und Samuel
Freitag, 30. Juli 2010
Cairns und Umgebung
Nach dem Segeltoern in den Whitsunday Islands sind wir Richtung Norden weitergefahren und haben zwei Naechte in Mission Beach verbracht. Mission Beach ist ein lustiger Ort. Sehr alternativ und mit vielen Hippies die mit viel Liebe angepflanztes Gemuese verkaufen.
Die Fotos dazu findet ihr HIER.
Mission Beach ist aber auch einer der letzten Orte in Australien, wo man den fast ausgestorbenen Cassowary Vogel findet. Der Cassowary sieht wie ein Vogelstrauss aus und lebt im Regenwald. Kuerzlich hat man rausgefunden, dass der Cassowary wichtig fuer die Entstehung und den Erhalt des Regenwaldes ist, indem er die Beeren und Samen von vielen Baumen isst und dann mit seinem Kot an anderen Orten wieder "pflanzt". Diese Erkenntnis hat dazu beigetragen, dass nun viele Freiwillige in Mission Beach Cassowary-Kot von Hand einsammeln und in muehsamer Kleinarbeit daraus Regenwaldpflanzen ziehen. Diese pflanzen sie dann spaeter an Orten ein, wo der Regenwald abgeholzt worden ist.
Wir wohnten in Mission Beach in einem kleinen zeltaehnlichen Huettli im Regenwald. Genauer handelte es sich um ein Cassowary Reservat. So kam es vor, dass wir einmal am Abend laengere Zeit warten mussten um in unsere Huette zu laufen, da gerade ein Cassowary davor ein paar Koerner pickte und von uns ueberhaupt keine Angst hatte. Eher umgekehrt hatten wir Angst vor diesem 2 Meter hohen Huhn mit scharfen Krallen....
Unsere Huette war uebrigens auch ein Abenteuer fuer sich. Am ersten Abend hatten wir eine graue Hundsman Spinne in der einen Ecke. Diese Spinne ist etwa handgross und jagt andere Spinnen und Insekten. Nach dem ersten Schock sind wir dann trotztdem eingeschlafen, da wir uns gesagten, dass wir somit wenigstens nur eine Spinne im Zimmer haben. Waehrend der zweiten Nacht musste Seami mal fuer kleine Jungs raus aus der Huette (in der Huette hatte es nur ein Bett, sonst nichts). Dabei ist er im Dunkeln in ein ziemlich grosses Spinnennetz gelaufen hat sich dabei aber nichts gedacht, denn dies waren wir uns inzwischen von unseren Dschungelwanderungen gewoehnt. Am naechsten Morgen war die Ueberraschung dann aber um so groesser als wir feststellten, dass neben unserer Huette eine mindestens handgrosse Orb-Spinne in einem halben Netz sass. Etwas speater an diesem Tag haben wir in einem Zeitungsbericht gelesen dass Orbspinnen Voegel in ihren Netzen fangen und dann aussaugen... Da hat Saemi wohl nochmals Glueck gehabt (vgl. Foto).
Weiter machten wir einen Abstecher ins Landesinnere, wo der spanischer Auswanderer Jose Paronella in Mena Creek seiner Verlobten einen riesen Palast gebaut hat. Joses Eltern hatten zu Hause eine Heirat arrangiert. Kurz darauf in den 20er Jahren ist Jose nach Australien ausgewandert und hat hier waehrend 13 Jahren ein kleines Vermoegen dank harter Arbeit erwirtschaftet. Damit ist er nach Spanien zurueckgekehrt, um seine Verlobte zu heiraten. Da sich Jose jedoch in den 13 Jahren nie in Spanien gemeldet hatte, hatten alle geglaubt, er sei gestorben und seine Verlobte hat jemand anderes geheiratet. Das war fuer Jose aber kein Problem, er hat kurzerhand die juengere Schwester seiner (ehemaligen) Verlobten geheiratet. Zusammen sind sie nach Australien gereist und um sie zu beeindrucken hat er aus einfachen Mitteln und mit eigenen Haenden einen kleinen Palast gebaut (vgl. Fotos). Das Ganze ist inzwischen vom Dschungel ziemlich ueberwachsen aber die Umrisse sind weiterhin gut erkennbar.
Im Norden von Australien ist im Juli eigentlich Trockenzeit. Leider hat diese Regel nicht ganz gestummen. Leider hatten wir die naechsten Tage regelmaessig Regen, so dass wir statt Tauchen am Great Barrier Reef zum Cape Tribulation hochfuhren. Dort machten wir einige Dschungelwanderungen und bestaunten die Vegetation. Zurueck in Cairns nutzten wir das Regenwetter fuer Administratives. Nach drei Tagen in Cairns fogen wir weiter nach Darwin.
Fuer den Bericht ueber Darwin und den Kakadu National Park reicht die Zeit heute leider nicht mehr. Die Fotos haben wir jedoch bereits hochgeladen. Ihr findet sie HIER.
Weitere Berichte hierzu folgen so bald wie moeglich.
Wir muessen jetzt fuer unseren Flug nach Bali einchecken gehen.
Bis bald in Indonesien.
Viele liebe Gruesse
Jacqueline & Samuel
Segeltoern Whitsunday Island
Nach dem Abstecher auf Fraser Island sind wir mit unserem Mietauto 600km durch Queensland entlang endlosen Zuckerrohr- und Bananenplantagen gefahren. Die Queenslaender werden in Australien nicht zu Unrecht als "Banana-Bender" bezeichnet. Unser Ziel war Airlie Beach.
Von Airlie Beach aus sind wir mit einer ehemaligen Rennsegeljacht zwei Taege zu den Whitsunday Islands gesegelt. Die Whitsunday Islands sind eine Inselgruppe vor der Kueste Australien welche vom Meer her bereits vom Great Barrier Reef geschuetzt sind. Somit gibt es dort weniger rauhe Straende. Ein paar der Straende sind wirklich unglaublich schoen. Der Sand ist so weiss, dass es einem blendet. Waere der Sand 2% reiner, waere er aus Glas (und somit durchsichtig??).
Die Fotos von Whitsunday Island findet ihr HIER.
Unser Captain war ein alter Seebaer, welcher die Inseln in- und auswaendig kennt. Am Abend haben wir in einer windgeschuetzten Buch geankert und nach dem Nachtessen ein paar Lieder angestummen. Am zweiten Tag sind wir zweimal Schnorcheln geangen. Beim zweiten Schnorchelgang ist ein ca. 1m hoher und einiges laengerer Fisch an uns vorbeigeschwommen. Angeblich sei dies ein netter Fisch (sprich wir standen nicht auf seinem Speiseplan), unser Respekt war aber trotzdem ziemlich gross. Ausserdem haben wir Meeresschildkroeten, viele bunte Fische und super schoene Korallen gesehen.
Auf dem Rueckweg hatten wir dann so viel Wind, dass wir unseren Segeltoern noch etwas verlaengert hatten und wir beide etwas "steuern" durften. Wer also demnaechst Hilfe bei einer Regatta braucht, kann sich getrost bei uns melden. Vielleicht heuern wir auch bei Alinghi an :-)
Nach einer zusaetzlichen Nacht am Land in Airlie Beach (wo es bei uns ohne Alkohol immer noch schwankte) brachen wir nach Norden in Richtung Cairns auf. Doch dazu im naechsten Blog.
Viele liebe Gruesse
Jacqueline & Samuel
Brisbane bis Fraser Island
Inzwischen sind wir in Darwin angekommen und stehen wenige Stunden vor unserem Abflug nach Bali, Indonesien. Diese Zeit wollen wir nutzen, um unseren Blog zu aktualisieren. Hier im klimatisierten Internetkaffee ist es sowieso viel angenehmer als draussen in tropisch feuchten 37 Grad...
Somit fangen wir an, wo wir mit Schreiben aufgehoert hatten, nach unserer Ankunft in Brisbane. Brisbane haben wir nur einen halben Tag angeschaut, waren aber beeindruckt von der grossen Anzahl von Baustellen. Es scheint, als ob Brisbane vollkommen erneuert wird. Tatsaechlich ist Brisbane gemaess einem Einheimischen die am raschesten wachsende Stadt in Australien. Uns gefaellt Sydney viel besser, aber vielleicht sind wir hier bereits etwas voreingenommen.
Die Fotos von Brisbane und Fraser Island findet ihr HIER.
Von Brisbane sind wir mit unserem Mietauto direkt nach Hervey Bay gefahren, wo wir einen zweitaegigen Ausflug auf die Fraser Island unternommen haben. Wie bereits erwaehnt ist die Fraser Island eine ca. 120km lange und ca. 10km breite Sandduene im Meer. Ueber die Jahrtausende ist sie von Pflanzen ueberwachsen worden und es haben sich Suesswasserseen gebildet. Aktuell wird geschaetzt, dass es auf Fraser Island 20 mal mehr Frischwasser gibt als Wasser im Syney Harbour. Natuerlich gibt es auch kleine Baeche auf Fraser Island. Das spannende an diesen Baechen ist, dass sie absolut ruhig sind. Da es auf Fraser Island keine Steine gibt, gibt es nichts worueber das Wasser spruddeln koennte. Somit fliesst es vollkommen still vor sich hin.
Auf Fraser Island gibt es abgesehen von vielen Voegel und Fischen auch Dingos. Dies sind Australische Hunde, welche aber eher mit den Woelfen verwandt sind als mit unseren Hunden. So koennen sie zum Beispiel auch nicht bellen. Die Dingos koennen ziemlich gefaehrlich sein. Vor ein paar Jahren wurde ein kleines Kind von einem Dingo auf Fraser Island zu Tode gebissen.
Der Strand auf Fraser Island ist die Hauptverkehrsachse und eine offizielle Strasse mit Polizei und Geschwindigkeitsbeschraenkung (80 kmh). An einer Stelle fuhren wir an einem Wrack eines alten Frachtschiffs vorbei. Die Geschichte dieses Schiffs gibt einem einen Eindruck ueber das Steueramt von Australien: Als das Schiff ausgemustert wurde, wurde es an eine Japanische Firma fuer die Altmetallgewinnung verkauft. Die Kaufer schleppten das Schiff der Australischen Kueste entlang in Richtung Japan. All der Konvoi vor der Kueste der Fraser Island in einen Sturm geriet riss das Tau und das alte Schiff wurde an die Kueste gespuelt wo es nicht mehr entfernt werden konnte. Die tuechtigen Japaner haben sich sofort daran gemacht, alles Verwertbare auf dem Schiff zu verkaufen. Das Schiff war durch die Landung jedoch wieder auf Australischem Hoheitsgebiet. Das noch tuechtigere australische Steueramt hat deshalb sofort zwei Steuerbeamte auf das Schiff entsandt, wo diese zwei Monate hausten und auf jedem kg Stahl welchen die Japaner verkaufen wollten, zuenftig Steuer erhoben....
Auf Fraser Island haben wir ausserdem zwei Paare getroffen, mit welchen wir uns sehr gut verstanden haben. Nach der Rueckkehr aufs Festland konnten wir mit ihnen (und etwas Verspaetung) unsere Verlobung feiern.
Anschliessend ging es weiter in Richtung Whitsunday Island. Doch davon im naechsten Blog.
LG
Jacqueline & Samuel
PS. Wir haben uebrigens die Fotos von Vanuatu mit Geo-Tags und Beschreibungen ergaenzt. Ihr findet sie HIER.
Samstag, 24. Juli 2010
Foto - Blog
Leider muessen wir uns heute etwas kurz fassen, da das Internetkaffee bald schliesst. Deshalb lassen wir die Bilder sprechen. Ihr findet die Fotos unter den folgenden Links.
Fotos unserer Reise von Brisbane bis Fraser Island.
Fotos unserer Reise vom Segeltoern rund um die Whitsunday Islands.
Fotos unserer Reise nach Cairns und zum Cape Tribulation
Ausserdem haben wir noch ein paar Fotos zum Vanuatu Album hinzugefuegt.
Viele liebe Gruesse aus dem verregneten Cairns
Jacqueline & Samuel
Donnerstag, 15. Juli 2010
Vanuatu und zurueck in Australien
Nach so kurzer Zeit haben wir uns noch nie bereits wieder gemeldet. Aber in der Zwischenzeit haben wir so viel erlebt, dass wir damit problemlos einen neuen Blog fuellen koennen...
Unsere letzten Tage in Sydney haben wir mit Putzen und Fluege/Hotel-Buchen verbracht. Am vorletzten Tag hatten wir noch unsere 'fake' Graduation. Inzwischen wissen wir immerhin, dass wir nicht umsonst gefeiert haben und beide unser Studium bestanden haben.
Am naechsten Morgen frueh mussten wir bereits abreisen, was uns nicht sehr leicht gefallen ist; einerseits wegen den Feierlichkeiten am Vorabend, andererseits weil uns Sydney ans Herz gewachsen ist. Unsere super Freunde in Sydney haben uns den Abschied aber so einfach wie moeglich gemacht. Zwei haben unser Gepaeck in die Schweiz transportiert, eine hat uns Kaffee gebracht und einer hat uns an den Flughafen chauffiert. Was fuer ein Service.
Von Sydney sind wir mit Air Vanuatu nach Port Vila, Vanuatu geflogen. Die Ankuft war der Hammer. In Port Vila wird man von einer Stringband empfangen. Etwas ausserhalb des Dorfes haben wir in einem kleinen Bungalow im Dschungel gewohnt. Die Unterkunft waere perfekt gewesen, wenn uns nicht der Nachbar's Hahn jeden Morgen um 4 Uhr geweckt haette. Der Transport auf der Insel ist auch ein Erlebnis. Nebst den Taxis gibt es so genannte Busse. Dabei handelt es sich um kleine Toyota Buessli mit 9 Sitzen. Dort steigt man ein und sagt dem Fahrer wo man hinfahren will. Der faehrt einem dann bis vor die Tuer, aber first come first served. Wenn man also in einen bereits ziemlich vollen Bus steigt, kriegt man zu erst eine Insel-Rundfahrt bevor man an sein Ziel kommt. Aber kein Problem, auf Vanuatu hat jeder viel Zeit.
Fotos von Vanuatu findet ihr HIER.
Nebst Busfahren haben wir noch unseren ersten Tauchgang absolviert. Jacqueline hat es etwas Ueberwindung gebraucht, aber dank der Hilfe unseres Tauchguides ist alles Gut gegangen. Die Unterwasserwelt in Vanuatu ist wirklich eindruecklich. Wir haben mehr Fische gesehen als in jedem Aquarium zuvor. Ausserdem sieht man unter Waser problemlos 15 Meter weit.
Am naechsten Tag haben wir eine Inselrundfahrt mit einem lokalen Guide gemacht. Dabei haben wir viel ueber Vanuatu erfahren. Vanuatu ist vor rund 30 Jahren unabhaengig geworden. Zuvor war es eine Franzoesische und Britische Kolonie. D.h. dass beide Kolonialmaechte gleichzeitig die Inseln regiert hatten. Es gab zwei Schulsysteme, zwei Gesetze, zwei Polizeicorps und zwei Gefaengnisse. Angeblich war das englische Gefaengniss besser eingerichtet aber im franzoesischen Gefaengniss war das Essen besser... Man kann sich vorstellen wie die Lokalen es gehandhabt haben, wenn man Diener zweier Herren ist: man spielt sie einfach gegeneinander aus. Nebst ihren lokalen Sprachen sprechen alle Einheimischen auch Bimsala, eine vereinfachte Sprache mit einer Mischung aus Franzoesisch und Englisch. Ein paar lustige Woerter, welche wir gelernt haben sind:
sex = push push
sex mit Verhuetung = push push plasic
Durchfall = shit shit water
Alles klaro?
Von Port Vila sind wir nach ein paar Tagen mit einem konservenbuechsenaehnlichen Fluggeraet auf die Insel Ambrym geflogen. Wenn gerade kein Flugzeug landet ist die Landepiste auf Ambrym ist ein Fussballplatz... Das "Terminal" ist ein kleines Huettli, immerhin kein Strohhuettli. Auf Ambrym haben wir bei einer einheimischen Familie im Dorf in einer Strohhuette gewohnt. Nachts hatten wir Besuch von einer Maus, welche unsere neue Reisetasche zerbissen hat, um an unser Essen zu kommen. Am Morgen um 4 Uhr wurden wir nicht bloss von einem Hahn, sondern von ca 10 geweckt. Auf Ambrym bezahlt man traditionell mit Schweinen und Huehnern. Eine Ehefrau kostet ca. 10 Schweine (kein Witz). Das Leben im Strohhuettli war wirklich sehr simpel, aber dafuer umsomehr ein tolles Erlebnis.
Mit unserem Guide haben wir eine eintaegige Wanderung auf einen der drei aktiven Vulkane auf Ambrym gemacht. Dabei sind wir 8 Stunden ueber eine Landschaft gewandert, die einem wie von einem anderen Planeten vorkommt. Im Gegensatz zu den anderen Inseln auf Vanuatu haben die Einwohner von Ambrym etwas 'abgeloosed'. Alle 20 Jahre werden sie vom Vulkan verschuettet und in der Zwischenzeit koennen sie fast nichts ernten, da die Vulkanasche die Pflanzen beschaedigt. Die nicht-vulkanischen Inseln hingegen haben Fruechte und Gemuese im Ueberschuss.
Die letzten zwei Tage sind wir noch auf die Insel Espiru Santo geflogen (wieder mit einem Mini-Flugi chinesischer Bauart....). Dort hat Saemi uns zur Ueberraschung auf eine Privatinsel entfuehrt. Die Insel ist ca 2 km lang un 1 km breit. Rundherum hat es tuerkisblaues Meer und Riffe mit schoenen Fischen. Jeder der ca. 20 Gaeste hat ein eigenes Haus mit eigenem Strand. Da es auf Vanuatu keine standhaften Hauser gibt (bloss Palmenhauser und haessliche Ziegelbauten) hat der Eigentuemer der Insel auf Bali 150 jaehrige Bungalows gekauft, restauriert und auf der Insel neu aufgebaut. Am zweiten Tag sind wir am Nachmittag auf der Insel auf einen Ausritt gegangen. Jacqueline konnte dabei ihren langersehnten Wunsch von einem Galopp im Meer erfuellen. Und am Ende des Ausrittes wartete auf einer kleinen Sandbank in der Lagune eine Strohmatte und eine Flasche Champagner auf uns... Tja, und kurze Zeit speater waren wir verlobt!!
Jezt sind wir bereits wieder zurueck in Australien. Ein Studienfreund von Jacqueline hat uns in Brisbane am Flughafen abgeholt. Nach einem Tag in Brisbane sind wir mit dem Mietauto nun Unterwegs in Richtung Norden (wo es warm ist). Die letzten Tage haben wir auf Fraser Island, einer ca. 120 x 50 km grossen Sandinsel mit Dschungel und Suesswasserseen verbracht. Die einzige richtige Strasse auf der Insel ist der Sandstrand bei Ebbe.
Die Fotos hierzu gibt es leider erst in ein paar Tagen, wenn wir wieder einen besseren Computer gefunden haben.
Jetzt geht es weiter in Richtung Cairns zu den Whit Sunday Islands, wo wir versuchen einen Segeltoern zu machen.
Viele liebe Gruesse
Jacqueline & Seami
Freitag, 2. Juli 2010
Wir haben es (fast) geschafft. Nach einem zwar kurzen aber anstrengenden Semester stehen wir nun kurz vor der Diplomierung und vor der Abreise. Das mit der Diplomierung ist zwar so eine Sache, denn die Prüfungsresultate erfahren wir erst in zwei Wochen, die Diplomierung (für die internationalen Studenten) ist aber bereits Morgen... Egal, wir sind ja Optimisten und haben zu Hause schon mal geübt.
Die letzten Tage hier in Sydney haben wir hauptsächlich mit Wohnungs-Putzen und Reise-Organisieren verbracht. Glücklicherweise haben wir aber immerhin noch die Zeit gefunden, einen Abstecher nach Perth (an der Westküste von Australien) zu unternehmen. Unsere Freunde Marc und Nat sind inzwischen von Sydney dorthin umgezogen und so konnten wir uns noch von ihnen verabschieden (und hatten eine Privat-Führung in Perth). Wie erwähnt liegt Perth auf der anderen Küste von Australien. Wer gedacht hätte, dies sei ein kurzer Flug, der irrt sich gewaltig. Der Hinflug hat satte 5.40 Stunden gedauert. Wenn man in der Schweiz 5.40 Stunden in eine Richtung fliegt ist man entweder (fast) in New York oder (fast) in Sibirien. Australien ist wirklich kein kleines Land.
Perth ist momentan die Boom-Stadt von Australien. Seitdem die Japaner, Inder und Chinesen den Australier für teures Geld Eisenerz und Kohle abkaufen, rollt dort der Dollar, denn an der Westküste liegen die grössten Rohstoffvorkommen. Die Stadt ist trotzdem sehr schön, einfach ein bisschen zu schnell gewachsen und (noch) entsprechend leer.
Klicke hier für ein paar Fotos von Perth.
Seit der Rückkehr aus Perth vergehen die Tage wie im Flug. Nach der morgigen Diplomierung geht's (natürlich) noch zu einer Feier und am Morgen danach (mehr oder weniger) direkt auf den Flieger zum Start unserer grossen Reise. Am 4. Juli verlassen wir schweren Herzens Sydney und fliegen nach Vanuatu. Was, noch nie davon gehört? Uns ist es gleich gegangen. Vanuatu ist ein Inselstaat zwischen Australien und Hawaii. Bis vor einigen Jahren(zehnten) gab es dort noch Kanibalen und noch heute beweisen die Männer ihren Mut indem sie an Lianen gebunden von einer Holzkonstruktion runterspringen. Dies ist quasi die Urform von Bungee Jumping, mit der Spezialität dass der Sprung nur dann ehrenhaft ist, wenn Mann mit dem Kopf den Boden berührt....
Wer's nicht glaubt kann sich HIER selbst überzeugen.
Hoffentlich muss Sämi seine Männlichkeit nicht unter Beweis stellen.
Auf Vanuatu besuchen wir drei Inseln und fliegen dann 10 Tage später nach Brisbane, wieder in Australien. Von Brisbane brechen wir mit dem Auto Richtung Norden auf bis wir nach Cairns zum Great Barrier Reef kommen.
Anschliessend fliegen wir nach Durban im Norden von Australien, um den Kakadu National Park zu besuchen. Von dort geht's weiter nach Bali in Indonesien, mit dem Zug durch Java, nach Kambodscha zum Ankor Watt Tempel, nach Vietnam in den Dschungel und ein paar Tage per Schiff und Kanu durch die Halong Bucht. Danach bereisen wir Malaysia und Singapur, fliegen nach Hong Kong und anschliessend nach Xian in China. Dort besuchen wir die Terrakottaarmee und fliegen dann zur Weltausstellung in Shanghai. Ende September geht es dann über Dubai nach Zürich zurück...
Schliesslich kommen wir am Samstag 23. September 2010 um 13h20 mit Emirates EK087 aus Dubai in Zürich mit viel Erlebtem im Rucksack an.
In der Zwischenzeit versuchen wir, möglichst viele Fotos auf unseren Blog zu laden. Wir freuen uns natürlich auch über Nachrichten von euch.
Wir freuen uns auf unser Wiedersehen!
Viele liebe Grüsse
Jacqueline und Samuel