Freitag, 30. Juli 2010

Brisbane bis Fraser Island

G'day,

Inzwischen sind wir in Darwin angekommen und stehen wenige Stunden vor unserem Abflug nach Bali, Indonesien. Diese Zeit wollen wir nutzen, um unseren Blog zu aktualisieren. Hier im klimatisierten Internetkaffee ist es sowieso viel angenehmer als draussen in tropisch feuchten 37 Grad...

Somit fangen wir an, wo wir mit Schreiben aufgehoert hatten, nach unserer Ankunft in Brisbane. Brisbane haben wir nur einen halben Tag angeschaut, waren aber beeindruckt von der grossen Anzahl von Baustellen. Es scheint, als ob Brisbane vollkommen erneuert wird. Tatsaechlich ist Brisbane gemaess einem Einheimischen die am raschesten wachsende Stadt in Australien. Uns gefaellt Sydney viel besser, aber vielleicht sind wir hier bereits etwas voreingenommen.

Die Fotos von Brisbane und Fraser Island findet ihr HIER.

Von Brisbane sind wir mit unserem Mietauto direkt nach Hervey Bay gefahren, wo wir einen zweitaegigen Ausflug auf die Fraser Island unternommen haben. Wie bereits erwaehnt ist die Fraser Island eine ca. 120km lange und ca. 10km breite Sandduene im Meer. Ueber die Jahrtausende ist sie von Pflanzen ueberwachsen worden und es haben sich Suesswasserseen gebildet. Aktuell wird geschaetzt, dass es auf Fraser Island 20 mal mehr Frischwasser gibt als Wasser im Syney Harbour. Natuerlich gibt es auch kleine Baeche auf Fraser Island. Das spannende an diesen Baechen ist, dass sie absolut ruhig sind. Da es auf Fraser Island keine Steine gibt, gibt es nichts worueber das Wasser spruddeln koennte. Somit fliesst es vollkommen still vor sich hin.

Auf Fraser Island gibt es abgesehen von vielen Voegel und Fischen auch Dingos. Dies sind Australische Hunde, welche aber eher mit den Woelfen verwandt sind als mit unseren Hunden. So koennen sie zum Beispiel auch nicht bellen. Die Dingos koennen ziemlich gefaehrlich sein. Vor ein paar Jahren wurde ein kleines Kind von einem Dingo auf Fraser Island zu Tode gebissen.

Der Strand auf Fraser Island ist die Hauptverkehrsachse und eine offizielle Strasse mit Polizei und Geschwindigkeitsbeschraenkung (80 kmh). An einer Stelle fuhren wir an einem Wrack eines alten Frachtschiffs vorbei. Die Geschichte dieses Schiffs gibt einem einen Eindruck ueber das Steueramt von Australien: Als das Schiff ausgemustert wurde, wurde es an eine Japanische Firma fuer die Altmetallgewinnung verkauft. Die Kaufer schleppten das Schiff der Australischen Kueste entlang in Richtung Japan. All der Konvoi vor der Kueste der Fraser Island in einen Sturm geriet riss das Tau und das alte Schiff wurde an die Kueste gespuelt wo es nicht mehr entfernt werden konnte. Die tuechtigen Japaner haben sich sofort daran gemacht, alles Verwertbare auf dem Schiff zu verkaufen. Das Schiff war durch die Landung jedoch wieder auf Australischem Hoheitsgebiet. Das noch tuechtigere australische Steueramt hat deshalb sofort zwei Steuerbeamte auf das Schiff entsandt, wo diese zwei Monate hausten und auf jedem kg Stahl welchen die Japaner verkaufen wollten, zuenftig Steuer erhoben....

Auf Fraser Island haben wir ausserdem zwei Paare getroffen, mit welchen wir uns sehr gut verstanden haben. Nach der Rueckkehr aufs Festland konnten wir mit ihnen (und etwas Verspaetung) unsere Verlobung feiern.

Anschliessend ging es weiter in Richtung Whitsunday Island. Doch davon im naechsten Blog.

LG

Jacqueline & Samuel

PS. Wir haben uebrigens die Fotos von Vanuatu mit Geo-Tags und Beschreibungen ergaenzt. Ihr findet sie HIER.

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