G'day,
Nach dem Segeltoern in den Whitsunday Islands sind wir Richtung Norden weitergefahren und haben zwei Naechte in Mission Beach verbracht. Mission Beach ist ein lustiger Ort. Sehr alternativ und mit vielen Hippies die mit viel Liebe angepflanztes Gemuese verkaufen.
Die Fotos dazu findet ihr HIER.
Mission Beach ist aber auch einer der letzten Orte in Australien, wo man den fast ausgestorbenen Cassowary Vogel findet. Der Cassowary sieht wie ein Vogelstrauss aus und lebt im Regenwald. Kuerzlich hat man rausgefunden, dass der Cassowary wichtig fuer die Entstehung und den Erhalt des Regenwaldes ist, indem er die Beeren und Samen von vielen Baumen isst und dann mit seinem Kot an anderen Orten wieder "pflanzt". Diese Erkenntnis hat dazu beigetragen, dass nun viele Freiwillige in Mission Beach Cassowary-Kot von Hand einsammeln und in muehsamer Kleinarbeit daraus Regenwaldpflanzen ziehen. Diese pflanzen sie dann spaeter an Orten ein, wo der Regenwald abgeholzt worden ist.
Wir wohnten in Mission Beach in einem kleinen zeltaehnlichen Huettli im Regenwald. Genauer handelte es sich um ein Cassowary Reservat. So kam es vor, dass wir einmal am Abend laengere Zeit warten mussten um in unsere Huette zu laufen, da gerade ein Cassowary davor ein paar Koerner pickte und von uns ueberhaupt keine Angst hatte. Eher umgekehrt hatten wir Angst vor diesem 2 Meter hohen Huhn mit scharfen Krallen....
Unsere Huette war uebrigens auch ein Abenteuer fuer sich. Am ersten Abend hatten wir eine graue Hundsman Spinne in der einen Ecke. Diese Spinne ist etwa handgross und jagt andere Spinnen und Insekten. Nach dem ersten Schock sind wir dann trotztdem eingeschlafen, da wir uns gesagten, dass wir somit wenigstens nur eine Spinne im Zimmer haben. Waehrend der zweiten Nacht musste Seami mal fuer kleine Jungs raus aus der Huette (in der Huette hatte es nur ein Bett, sonst nichts). Dabei ist er im Dunkeln in ein ziemlich grosses Spinnennetz gelaufen hat sich dabei aber nichts gedacht, denn dies waren wir uns inzwischen von unseren Dschungelwanderungen gewoehnt. Am naechsten Morgen war die Ueberraschung dann aber um so groesser als wir feststellten, dass neben unserer Huette eine mindestens handgrosse Orb-Spinne in einem halben Netz sass. Etwas speater an diesem Tag haben wir in einem Zeitungsbericht gelesen dass Orbspinnen Voegel in ihren Netzen fangen und dann aussaugen... Da hat Saemi wohl nochmals Glueck gehabt (vgl. Foto).
Weiter machten wir einen Abstecher ins Landesinnere, wo der spanischer Auswanderer Jose Paronella in Mena Creek seiner Verlobten einen riesen Palast gebaut hat. Joses Eltern hatten zu Hause eine Heirat arrangiert. Kurz darauf in den 20er Jahren ist Jose nach Australien ausgewandert und hat hier waehrend 13 Jahren ein kleines Vermoegen dank harter Arbeit erwirtschaftet. Damit ist er nach Spanien zurueckgekehrt, um seine Verlobte zu heiraten. Da sich Jose jedoch in den 13 Jahren nie in Spanien gemeldet hatte, hatten alle geglaubt, er sei gestorben und seine Verlobte hat jemand anderes geheiratet. Das war fuer Jose aber kein Problem, er hat kurzerhand die juengere Schwester seiner (ehemaligen) Verlobten geheiratet. Zusammen sind sie nach Australien gereist und um sie zu beeindrucken hat er aus einfachen Mitteln und mit eigenen Haenden einen kleinen Palast gebaut (vgl. Fotos). Das Ganze ist inzwischen vom Dschungel ziemlich ueberwachsen aber die Umrisse sind weiterhin gut erkennbar.
Im Norden von Australien ist im Juli eigentlich Trockenzeit. Leider hat diese Regel nicht ganz gestummen. Leider hatten wir die naechsten Tage regelmaessig Regen, so dass wir statt Tauchen am Great Barrier Reef zum Cape Tribulation hochfuhren. Dort machten wir einige Dschungelwanderungen und bestaunten die Vegetation. Zurueck in Cairns nutzten wir das Regenwetter fuer Administratives. Nach drei Tagen in Cairns fogen wir weiter nach Darwin.
Fuer den Bericht ueber Darwin und den Kakadu National Park reicht die Zeit heute leider nicht mehr. Die Fotos haben wir jedoch bereits hochgeladen. Ihr findet sie HIER.
Weitere Berichte hierzu folgen so bald wie moeglich.
Wir muessen jetzt fuer unseren Flug nach Bali einchecken gehen.
Bis bald in Indonesien.
Viele liebe Gruesse
Jacqueline & Samuel
Freitag, 30. Juli 2010
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