Nach so kurzer Zeit haben wir uns noch nie bereits wieder gemeldet. Aber in der Zwischenzeit haben wir so viel erlebt, dass wir damit problemlos einen neuen Blog fuellen koennen...
Unsere letzten Tage in Sydney haben wir mit Putzen und Fluege/Hotel-Buchen verbracht. Am vorletzten Tag hatten wir noch unsere 'fake' Graduation. Inzwischen wissen wir immerhin, dass wir nicht umsonst gefeiert haben und beide unser Studium bestanden haben.
Am naechsten Morgen frueh mussten wir bereits abreisen, was uns nicht sehr leicht gefallen ist; einerseits wegen den Feierlichkeiten am Vorabend, andererseits weil uns Sydney ans Herz gewachsen ist. Unsere super Freunde in Sydney haben uns den Abschied aber so einfach wie moeglich gemacht. Zwei haben unser Gepaeck in die Schweiz transportiert, eine hat uns Kaffee gebracht und einer hat uns an den Flughafen chauffiert. Was fuer ein Service.
Von Sydney sind wir mit Air Vanuatu nach Port Vila, Vanuatu geflogen. Die Ankuft war der Hammer. In Port Vila wird man von einer Stringband empfangen. Etwas ausserhalb des Dorfes haben wir in einem kleinen Bungalow im Dschungel gewohnt. Die Unterkunft waere perfekt gewesen, wenn uns nicht der Nachbar's Hahn jeden Morgen um 4 Uhr geweckt haette. Der Transport auf der Insel ist auch ein Erlebnis. Nebst den Taxis gibt es so genannte Busse. Dabei handelt es sich um kleine Toyota Buessli mit 9 Sitzen. Dort steigt man ein und sagt dem Fahrer wo man hinfahren will. Der faehrt einem dann bis vor die Tuer, aber first come first served. Wenn man also in einen bereits ziemlich vollen Bus steigt, kriegt man zu erst eine Insel-Rundfahrt bevor man an sein Ziel kommt. Aber kein Problem, auf Vanuatu hat jeder viel Zeit.
Fotos von Vanuatu findet ihr HIER.
Nebst Busfahren haben wir noch unseren ersten Tauchgang absolviert. Jacqueline hat es etwas Ueberwindung gebraucht, aber dank der Hilfe unseres Tauchguides ist alles Gut gegangen. Die Unterwasserwelt in Vanuatu ist wirklich eindruecklich. Wir haben mehr Fische gesehen als in jedem Aquarium zuvor. Ausserdem sieht man unter Waser problemlos 15 Meter weit.
Am naechsten Tag haben wir eine Inselrundfahrt mit einem lokalen Guide gemacht. Dabei haben wir viel ueber Vanuatu erfahren. Vanuatu ist vor rund 30 Jahren unabhaengig geworden. Zuvor war es eine Franzoesische und Britische Kolonie. D.h. dass beide Kolonialmaechte gleichzeitig die Inseln regiert hatten. Es gab zwei Schulsysteme, zwei Gesetze, zwei Polizeicorps und zwei Gefaengnisse. Angeblich war das englische Gefaengniss besser eingerichtet aber im franzoesischen Gefaengniss war das Essen besser... Man kann sich vorstellen wie die Lokalen es gehandhabt haben, wenn man Diener zweier Herren ist: man spielt sie einfach gegeneinander aus. Nebst ihren lokalen Sprachen sprechen alle Einheimischen auch Bimsala, eine vereinfachte Sprache mit einer Mischung aus Franzoesisch und Englisch. Ein paar lustige Woerter, welche wir gelernt haben sind:
sex = push push
sex mit Verhuetung = push push plasic
Durchfall = shit shit water
Alles klaro?
Von Port Vila sind wir nach ein paar Tagen mit einem konservenbuechsenaehnlichen Fluggeraet auf die Insel Ambrym geflogen. Wenn gerade kein Flugzeug landet ist die Landepiste auf Ambrym ist ein Fussballplatz... Das "Terminal" ist ein kleines Huettli, immerhin kein Strohhuettli. Auf Ambrym haben wir bei einer einheimischen Familie im Dorf in einer Strohhuette gewohnt. Nachts hatten wir Besuch von einer Maus, welche unsere neue Reisetasche zerbissen hat, um an unser Essen zu kommen. Am Morgen um 4 Uhr wurden wir nicht bloss von einem Hahn, sondern von ca 10 geweckt. Auf Ambrym bezahlt man traditionell mit Schweinen und Huehnern. Eine Ehefrau kostet ca. 10 Schweine (kein Witz). Das Leben im Strohhuettli war wirklich sehr simpel, aber dafuer umsomehr ein tolles Erlebnis.
Mit unserem Guide haben wir eine eintaegige Wanderung auf einen der drei aktiven Vulkane auf Ambrym gemacht. Dabei sind wir 8 Stunden ueber eine Landschaft gewandert, die einem wie von einem anderen Planeten vorkommt. Im Gegensatz zu den anderen Inseln auf Vanuatu haben die Einwohner von Ambrym etwas 'abgeloosed'. Alle 20 Jahre werden sie vom Vulkan verschuettet und in der Zwischenzeit koennen sie fast nichts ernten, da die Vulkanasche die Pflanzen beschaedigt. Die nicht-vulkanischen Inseln hingegen haben Fruechte und Gemuese im Ueberschuss.
Die letzten zwei Tage sind wir noch auf die Insel Espiru Santo geflogen (wieder mit einem Mini-Flugi chinesischer Bauart....). Dort hat Saemi uns zur Ueberraschung auf eine Privatinsel entfuehrt. Die Insel ist ca 2 km lang un 1 km breit. Rundherum hat es tuerkisblaues Meer und Riffe mit schoenen Fischen. Jeder der ca. 20 Gaeste hat ein eigenes Haus mit eigenem Strand. Da es auf Vanuatu keine standhaften Hauser gibt (bloss Palmenhauser und haessliche Ziegelbauten) hat der Eigentuemer der Insel auf Bali 150 jaehrige Bungalows gekauft, restauriert und auf der Insel neu aufgebaut. Am zweiten Tag sind wir am Nachmittag auf der Insel auf einen Ausritt gegangen. Jacqueline konnte dabei ihren langersehnten Wunsch von einem Galopp im Meer erfuellen. Und am Ende des Ausrittes wartete auf einer kleinen Sandbank in der Lagune eine Strohmatte und eine Flasche Champagner auf uns... Tja, und kurze Zeit speater waren wir verlobt!!
Jezt sind wir bereits wieder zurueck in Australien. Ein Studienfreund von Jacqueline hat uns in Brisbane am Flughafen abgeholt. Nach einem Tag in Brisbane sind wir mit dem Mietauto nun Unterwegs in Richtung Norden (wo es warm ist). Die letzten Tage haben wir auf Fraser Island, einer ca. 120 x 50 km grossen Sandinsel mit Dschungel und Suesswasserseen verbracht. Die einzige richtige Strasse auf der Insel ist der Sandstrand bei Ebbe.
Die Fotos hierzu gibt es leider erst in ein paar Tagen, wenn wir wieder einen besseren Computer gefunden haben.
Jetzt geht es weiter in Richtung Cairns zu den Whit Sunday Islands, wo wir versuchen einen Segeltoern zu machen.
Viele liebe Gruesse
Jacqueline & Seami
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen