Sonntag, 29. August 2010

Indonesien - die letzten Tage

Gruezi

Unsere lezten drei Tage in Indonesien haben im Westen von Java in einer kleinen und untouristischen Ortschaft Namens Cianjur verbracht. In Cianjur wohnt die Familie von Yudi, der Homestays organisiert und bei welcher wir so unterkommen konnten. Yudi's Frau hat uns mit sensationellem Essen empfangen. Yudi hat auch zwei 'Gaestebetreuer' engagniert (Ega und Andri) welche uns nach dem Essen sogleich auf's Moped gepackt haben um in die Teeplantagen, die wunderschoene Landschaft und das Stadtzentrum zu zeigen. Im Supermarkt hat sich Jacqueline saemtliche (exotischen) Fruechte von den zwei Guides erklaeren lassen, obschon die vor lauter (Ramadan-)Fasten fast Traenen in den Augen hatten.

A propos Ramadan, hier noch ein paar Erfahrungen von unserer ersten Reise in ein muslimisches Land: Die erste Erkenntnis war, dass eine Moschee nicht immer ein Tuermli obendrauf hat. Also vorsicht, ein ganz normales Haus oder Tankstellenhaeuschen koennte auch eine Moschee sein... Die zweite Erkenntnis war, dass man kaum zum Schlafen kommt. Um 4.15 kommt der Weckruf und dann um 4.30 beginnt das Morgengebet (und zwar laut)! Das Gebet ist meist gesangsmaessig, kann aber auch in einer Lesung bestehen, was fuer uns eine ziemliche Ueberraschung war. Eines Morgens um 5.00 ist Jacqueline aufgestanden, und wollte ziemlich erzuernt unsere Gastgeber anweisen den Fernseher leiser zu stellen, nur um festzustellen dass der Laerm vom Gerede der Moschee stammte...

Waehrend unserem Aufenhalt in Cinajur haben wir per Moped einen Ausflug in ein abgelegenes Dorf gemacht, wo wir bei einer Familie assen und lernten, wie man aus Palmensaft Zucker herstellt. Ein weiterer Ausflug hat uns per Schiff in eine Flossstadt auf einem grossen Stausee gefuehrt. Diese Stadt besteht aus unzaehligen schwimmenden Fischzuchtanlagen, welche aus Bambus und Metall zusammengebastelt sind. In der Fischzuchtanlage gab es ein ganzes Becken voll Krokodilfische. Noch nie davon gehoert? Wir auch nicht. Ein Krokodilfisch sieht vorne aus wie ein Krokodil und hinten wie ein Fisch. Zur Aufklaerung hat es HIER ein Foto. Eine weitere Ueberraschung auf der Fischzuchtanlage war die "Klo-Spuehlung". Das Klo bestand aus einem Loch im Floss und wenn man runterschaute, schauten einem ein Schwarm hungriger Fische mit grosser Vorfreude entgegen. Das nennt man ein biologisch abbaubares Klo-System und Fuetterung der Fische bekommt eine neue Bedeutung.

Nach zwei Naechten bei der Familie von Yudi haben wir Indonesien via Jakarta verlassen und sind via Kuala Lumpur nach Kambodscha geflogen. Davon aber im naechsten Blog.

Viele liebe Gruesse

Saemi und Jacqueline

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