Freitag, 2. Juli 2010

G'day,

Wir haben es (fast) geschafft. Nach einem zwar kurzen aber anstrengenden Semester stehen wir nun kurz vor der Diplomierung und vor der Abreise. Das mit der Diplomierung ist zwar so eine Sache, denn die Prüfungsresultate erfahren wir erst in zwei Wochen, die Diplomierung (für die internationalen Studenten) ist aber bereits Morgen... Egal, wir sind ja Optimisten und haben zu Hause schon mal geübt.



Die letzten Tage hier in Sydney haben wir hauptsächlich mit Wohnungs-Putzen und Reise-Organisieren verbracht. Glücklicherweise haben wir aber immerhin noch die Zeit gefunden, einen Abstecher nach Perth (an der Westküste von Australien) zu unternehmen. Unsere Freunde Marc und Nat sind inzwischen von Sydney dorthin umgezogen und so konnten wir uns noch von ihnen verabschieden (und hatten eine Privat-Führung in Perth). Wie erwähnt liegt Perth auf der anderen Küste von Australien. Wer gedacht hätte, dies sei ein kurzer Flug, der irrt sich gewaltig. Der Hinflug hat satte 5.40 Stunden gedauert. Wenn man in der Schweiz 5.40 Stunden in eine Richtung fliegt ist man entweder (fast) in New York oder (fast) in Sibirien. Australien ist wirklich kein kleines Land.

Perth ist momentan die Boom-Stadt von Australien. Seitdem die Japaner, Inder und Chinesen den Australier für teures Geld Eisenerz und Kohle abkaufen, rollt dort der Dollar, denn an der Westküste liegen die grössten Rohstoffvorkommen. Die Stadt ist trotzdem sehr schön, einfach ein bisschen zu schnell gewachsen und (noch) entsprechend leer.

Klicke hier für ein paar Fotos von Perth.


Seit der Rückkehr aus Perth vergehen die Tage wie im Flug. Nach der morgigen Diplomierung geht's (natürlich) noch zu einer Feier und am Morgen danach (mehr oder weniger) direkt auf den Flieger zum Start unserer grossen Reise. Am 4. Juli verlassen wir schweren Herzens Sydney und fliegen nach Vanuatu. Was, noch nie davon gehört? Uns ist es gleich gegangen. Vanuatu ist ein Inselstaat zwischen Australien und Hawaii. Bis vor einigen Jahren(zehnten) gab es dort noch Kanibalen und noch heute beweisen die Männer ihren Mut indem sie an Lianen gebunden von einer Holzkonstruktion runterspringen. Dies ist quasi die Urform von Bungee Jumping, mit der Spezialität dass der Sprung nur dann ehrenhaft ist, wenn Mann mit dem Kopf den Boden berührt....

Wer's nicht glaubt kann sich HIER selbst überzeugen.

Hoffentlich muss Sämi seine Männlichkeit nicht unter Beweis stellen.


Auf Vanuatu besuchen wir drei Inseln und fliegen dann 10 Tage später nach Brisbane, wieder in Australien. Von Brisbane brechen wir mit dem Auto Richtung Norden auf bis wir nach Cairns zum Great Barrier Reef kommen.

Anschliessend fliegen wir nach Durban im Norden von Australien, um den Kakadu National Park zu besuchen. Von dort geht's weiter nach Bali in Indonesien, mit dem Zug durch Java, nach Kambodscha zum Ankor Watt Tempel, nach Vietnam in den Dschungel und ein paar Tage per Schiff und Kanu durch die Halong Bucht. Danach bereisen wir Malaysia und Singapur, fliegen nach Hong Kong und anschliessend nach Xian in China. Dort besuchen wir die Terrakottaarmee und fliegen dann zur Weltausstellung in Shanghai. Ende September geht es dann über Dubai nach Zürich zurück...

Schliesslich kommen wir am Samstag 23. September 2010 um 13h20 mit Emirates EK087 aus Dubai in Zürich mit viel Erlebtem im Rucksack an.

In der Zwischenzeit versuchen wir, möglichst viele Fotos auf unseren Blog zu laden. Wir freuen uns natürlich auch über Nachrichten von euch.

Wir freuen uns auf unser Wiedersehen!

Viele liebe Grüsse

Jacqueline und Samuel

Samstag, 1. Mai 2010

Südinsel Neuseeland und Start ins 2. Semester

G’day,

Sorry. Wieder einmal fangen wir unseren Blog mit einer Entschuldigung für die lange Funkstille an. Aus akuter Schreibfaulheit hat es dieses mal wieder etwas länger gedauert.

Wo waren wir das letzte Mal stehen geblieben? Ach ja, bei unseren Semesterferien, kurz vor unserer zweiten Reise nach Neuseeland.

Die Fotos von unserer zweiten Reise nach Neuseeland findet ihr hier.

Anfangs Februar sind wir spontan für drei Wochen auf die Südinsel von Neuseeland gereist. Bei unserer letzten Reise auf die Nordinsel hatten wir Gefallen an Neuseeland gefunden und wollten unbedingt die Gelegenheit der geografischen Nähe nutzen, die Südinsel zu besuchen. Da die Südinsel sehr gross ist und kaum bevölkert, haben wir dieses mal auf ein Camper-Büssli als Unterkunft gesetzt. Die grossen Wohnmobile waren uns zu teuer und unsympathisch, so dass wir einen kleinen Mitsubishi Bus mit eingebautem Bett mieteten. Die Überraschung war gross, als wir vor Ort feststellten, dass das Büssli mit Blumen bemalt war und gross „Hippie Camper“ draufstand. Tja, Pech. Wer zwei Tage vor Abflug bucht muss hals nehmen was noch übrig ist. So sind wir dann als Hippies durch Neuseeland gekurvt. Das Büssli war ausgerüstet mit einem Elektro-Kühlschank und einem kleinen Abwaschbecken. Zudem konnte man die hintere Sitzbank in ein Doppelbett umbauen. Man hatte zwar fast keinen Platz, dafür waren wir unabhängig und konnten Schlafen wo wir wollten.





Die Südinsel von Neuseeland ist extrem „bergig“; zumindest im Vergleich zu Australien. Der höchste Berg, der Mt Cook, ist über 3’700m.ü.M. In dieser Region haben wir eine 8 stündige Wanderung zur Mueller Hut unternommen. Von dort hatten wir eine super Aussicht auf die Gletscher des Mt Cooks, welche regelmässig unter lautem Getöse abbrachen. Die Wanderung war sehr steil. Entsprechend konnten wir (vor allem Sämi) vor lauter Muskelkater die nächsten Tage kaum noch gehen. Zur Linderung der Schmach hat sich Sämi eingeredet, dass es ohne Muskeln auch kein Muskelkater gebe und somit alles noch beim Guten sei…

Wenn man nicht mehr Laufen kann, kann man aber immerhin noch Mountainbiken; zumindest den Berg hinunter. Dank einem vorübergehenden Anfall von Wohlstand gönnten wir uns ein Heli-Bike Ausflug. Ja, ihr habt richtig gelesen. In Neuseeland macht man nicht bloss Heli-Skiing sondern auch Heli-Biking. Dabei montiert der Guide die Downhill Mountainbikes am Helikopter und man fliegt auf einen völlig abgelegenen Berg. In unserem Fall sind wir auf einen Berg geflogen, welcher vor ca. 20 Jahre das letzte Mal für die Schafzucht genutzt wurde. Der ehemalige Feldweg vom Berg runter ist inzwischen zu einem anspruchsvollen Single-Track zerfallen. Ein unvergesslicher AusFLUG!

Unser Guide war nebst Mountainbike-Guide auch ein Guide für „Herr der Ringe“-Führungen. Dieser Film, eine Neuseeländische Produktion, wurde ausschliesslich in Neuseeland gefilmt und an vielen Drehorten kann man heute eine Führung machen, da viele Einheimische für den Film gearbeitet hatten. Uns hat das zwar nicht sonderlich interessiert, doch immerhin liessen wir uns von der „Herr der Ringe“-Euphorie zu einem Foto mit Gork-Masken (die Bösewichte des Films) hinreissen.

Weiter ging es der Küste entlang Richtung Süden zu den Fjords. Dies ist angeblich die regenreichste Gegend der Welt. An gewissen Orten regnet es zusammengefasst 11 Meter pro Jahr (in der Schweiz regnet es angeblich durchschnittlich 1.9 Meter pro Jahr). Und tatsächlich regnete es als wir dort waren. Die Schifffahrt auf dem Milford Sound war trotzdem sehr eindrücklich. Hier ragen weit über 1’000 Meter hohe Berge direkt aus dem Meer und Wasserfälle ergiessen sich die Felswände runter.

Unseren nächsten grossen Halt machten wir in Queenstown, der selbsternannten Abenteuer-Hauptstadt Neuseelands. Da uns die gängigen Abenteuer (Bundgee Jumping, mit dem Motorboot sinnlos eine Schlucht runterbrettern, Fallschirmspringen, etc) zu teuer und riskant waren, haben wir uns zwei Mountainbikes geliehen und das Hinterland erkundet. Das war zwar nicht ganz so abenteuerlich, dafür hatten wir unseren Frieden und abends einen gesunden Appetit.

Dem Uhrzeiger nach sind wir anschliessend an die Westküste Neuseelands weitergereist und haben den Franz Joseph Gletscher erkundet. Im Gegensatz zu den Schweizer Gletschern ist dies ein „nasser“ Gletscher. Da die Gletscherzunge bis auf 300 m.ü.M. hinunter kommt schmilzt das Eis rasch, wird aber von Oben immer wieder mit neuem Eis versorgt. So bewegt sich das Eis mit ca. 1.5 Meter pro Tag talwärts. Mit einer geführten Gruppe sind wir einen Tag lang auf dem Gletscher rumgekraxelt, in die Gletscherspalten hinein und durch Eislöcher hindurch. Das Eis war an manchen Stellen wunderschön blau gefroren.

Unseren letzten grösseren Stopp machten wir im Norden der Insel. Dort mieteten wir ein Meer-Kayak und umfuhren die Inseln des Abel Tasman Nationalparks. Bei einer Seehundkolonie führte ein junger Seehund für uns ein eindrückliches Wasserballet auf. Wir paddelten auch über riesengrosse Rochen, welche zum Glück hatten die mehr Respekt vor uns als wir vor ihnen.

Kurz vor unserem Rückflug ab Christchurch unternahmen wir noch einen ziemlich welligen Fischerausflug, was Sämis Magen nicht so gepasst hatte. Trotzdem (oder vielleicht gerade wegen dem zusätzlichen Köder) haben wir unglaublich viele Fische gefangen. Zudem durften wir noch zwei Lobster aus den Reussen des Fischers mitnehmen. Die Lobster gab es anschliessend gleich zum Mittagessen und für die abschliessenden zwei Tage assen wir nur noch Fisch.

Hier noch ein paar „habt ihr gewusst“ Erkenntnisse unserer Reise:
· dass die Neuseeländer ihren Spitznamen „Kiwis“ nicht von der Frucht „Kiwi“ sondern vom gleichnamigen Vogel haben?
· dass es keine Beleidigung ist, einen Neuseeländer Kiwi zu nennen?
· dass die Kiwis (die Früchte) im Supermarkt in Neuseeland aus Italien kommen?
· dass ein Kilo Kirschen im Supermarkt in Neuseeland Fr. 18.- kostet?

Kaum zurück in Sydney kamen uns unsere Freunde Michel und Nicolas Foong besuchen. Wir hatten uns schon lange auf deren Besuch gefreut und entsprechend gross war die Wiedersehensfeier. Nebst viel gutem Essen verbrachten wir die nächsten Tage vor allem damit, das Nachtleben in Sydney zu erkunden. Dazu gehörte auch ein Ausflug an den Mardi-Gras Umzug, der Höhepunkt der jährlichen Schwulen und Lesben Feierlichkeiten in Sydney. Jacqueline, welche offenbar die Fasnacht vermisste, hatte sich extra dem Anlass entsprechend gekleidet. Aber am besten lassen wir die Fotos sprechen. Ausserdem machten wir einen Abstecher zum Sydney Fishmarket, wo wir uns mit köstlichem Sea-Food eindeckten. Zum Nachtessen gab es dann selbstgekochten Krebs, Garnelen, Crevetten und Fisch.

Weitere Fotos von März und April in Sydney findet ihr hier.




Inzwischen hatte auch wieder unser zweites uns letztes Semester an der Universität von Sydney angefangen. Der Wiedereinstieg nach drei Monaten Ferien war nicht ganz einfach. Zumindest trafen wir unsere Freunde wieder, was den Start erleichterte. Und wir haben auch neue Freunde gefunden, zum Beispiel Leonor und Pedro aus Lissabon. Mit ihnen haben wir bereits einen Ausflug in den Nationalpark im Süden von Sydney unternommen. Ausserdem ist Angela, eine Studienfreundin von Jacqueline aus Genf für ihr Zusatzstudium nach Syndey gekommen.

A propos Uni, seit dem letzten Blog haben wir auch noch unsere Resultate vom letzten Semester erhalten. Wir haben beide ziemlich brilliert. Jacqueline ist knapp dem Nobelpreis entgangen. Dozenten an der Uni haben sie sogar angefragt, ob sie ihre Arbeiten als Muster für zukünftige Klassen verwenden dürften!

Kurz nach der Abreise von Michel und Nicolas ist uns Lena besuchen kommen. Lena hat mit Sämi Jus studiert. Im Auftrag des Bundes war sie unterwegs zu einer Konferenz in Neuseeland und konnte auf dem Hinweg zwei Tage Zwischenhalt in Sydney einlegen. Als sie dann eine Woche später nach Zürich zurückfliegen wollte, verlängerte sich ihr Zwischenhalt in Sydney ungewollt, da sie wegen der Aschewolke des Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen nicht mehr nach Europa zurückfliegen konnte. Wir haben ihr natürlich gerne eine Woche Asyl gewährt. Während dem Tag musste sie (und wir) arbeiten doch am Abend liessen wir es uns gastronomisch gut gehen.

Ein Tag nach dem Abflug von Lena riss Jacqueline Sämi früh Morgens aus dem Bett. „Überraschungstag!“ Mit dem Auto ging es dann um den Block und als wir wieder vor unserem Haus ankamen, standen dort Sämis Bruder Dave und dessen Frau Karin. Was für ein toller Überraschungsbesuch!! Wir feierten ihre Ankunft gleich mit einem spontanen BBQ am Strand. Die nächsten Tage verbrachten wir mit Sightseeing in Sydney und Region. Inzwischen sind sie nach Melbourne und Brisbane weitergereist, kommen doch Morgen Abend wieder für eine Woche nach Sydney. Wir planen einen gemeinsamen Ausflug an die Nordküste von Sydney sowie ins Hunter Valley eine nahegelegene Weinregion.

Wenn wir nicht gerade Besuch hatten, so verbrachten wir die letzten Wochenenden vor allem mit Freunden von der Uni. Wir sind fast so multi-kulti wie die UNO. Letztes Wochenende waren wir an einem Libanesischen BBQ mit Norwegischer, Englischer, Portugiesischer, Iranischer und Schweizerischer Beteiligung. Gestern stand dann ein Iranisches BBQ auf dem Programm. Und heute ein Schweizer Fondue. Dank den vielen Schweizer Besuchern sind wir nun auch wieder kulinarisch bestens Versorgt. Wir treffen ein befreundetes Schweizer Paar, welches ein Fondue Gaglon hat…. und wir haben den Käse! Ausserdem führen wir einen Freund aus Hong Kong in die Fondue Gepflogenheiten ein. Das wird ein wunderbarer Abend.


Dank den noblen Käse-Spenden konnten wir kürzlich sogar ein Raclette machen. Zwar fehlte uns der Raclette-Ofen, doch Not macht erfinderisch. Und so installierten wir uns mit Campingtisch und –stühlen in der Küche vor dem Gas-Grill und verputzen zu Zweit gleich ein halbes Kilo Käse.

Inzwischen kriegen wir hier schon langsam Torschluss-Panik. In zwei Monaten ist unsere Uni fertig und unser Mietvertrag läuft aus. Da Sämi aber erst Anfangs Oktober wieder zu Arbeiten beginnt, planen wir noch eine verlängerte Heimreise. Zu Erst möchten wir das Great Barrier Reef und den Norden Australiens erkunden. Anschliessend planen wir einen Abstecher nach Perth an der Westküste von Australien. Dann geht’s Richtung Asien. Unsere Pläne sind noch nicht konkret, aber wir würden gerne ein paar Pazifik-Inseln, Malaysia, Kambodscha und die Weltausstellung in Shanghai besuchen. Mal schauen, wie weit die Zeit und das Geld reicht. Gleichzeitig freuen wir uns aber auch auf die Rückkehr, denn wir realisieren, was wir alles verpassen. Zu Hause wird gezügelt, gekränkelt, geheilt, geheiratet, gezeugt, geboren und gestorben und wir sind am anderen Ende der Welt. Das ist nicht immer ganz einfach. Fazit, wir geniessen noch unsere letzten Monate, freuen uns aber auch wieder auf die Schweiz.




Zum Abschluss gibts noch eine Sammlung von Panoramas, welche wir in den letzten Monaten erstellt haben. Am besten klickt ihr auf der Foto-Webseite auf "Diashow".

Viele liebe Grüsse aus der Sonne

Jacqueline & Sämi

Montag, 1. Februar 2010

Roadtrip Victoria

G’day

Mit Jacquelines Eltern sind wir am 2. Januar zu einem 20 tägigen Roadtrip der Küste entlang Richtung Süden aufgebrochen. Zu erst fuhren wir entlang den leeren Stränden und durch die kleinen Fischerdörfer von New South Wales (der Bundesstaat von Sydney). Meist schliefen wir nur eine Nacht an einem Ort. Doch schon bald waren wir ein eingespieltes Team beim Bepacken des Autos. Obschon wir einen ziemlich grossen Kofferraum haben, wurde jeder Quadratzentimeter ausgenutzt (zwei grosse Koffer, vier Taschen, eine Kühlbox und ein Reservekanister…)

Klicke hier für weitere Fotos unseres Roadtrips nach Victoria.

Anschliessend überquerten wir die Grenze zu Victoria (der Bundesstaat von Melbourne). Einen unserer ersten Höhepunkte erlebten wir in Mornington Peninsular, einer Halbinsel vor Melbourne. Dort konnten wir (relativ günstig) eine riesige Ferienwohnung inmitten eines Weinberges mieten. Am Nachmittag hatten wir den Weinkeller ganz für uns für eine private Weindegustation. Sehr empfehlenswert.



Weichgekocht von einem Abstecher ins nagelneue Thermalbad fuhren wir weiter nach Melbourne in unsere zwei Mietwohnungen. Am Abend trafen wir Sämis Eltern, welche inzwischen von Adelaide mit dem Auto nach Melbourne gefahren waren. Gemeinsam verbrachten wir drei Tage in Melbourne und bestaunten die moderne Architektur und die vielen Museen. Im Gegensatz zu Sydney ist Melbourne erst auf den zweiten Blick interessant, hat aber sehr viel zu bieten, wenn man weiss, wo man suchen muss. Der Reiz von Melbourne ist nicht ganz so offensichtlich wie von Sydney. Dies wird aber durch die Kultur (insb. Museen) und moderne Architektur wettgemacht. Zudem ist Melbourne die wohl am stärksten von der europäischen Kultur geprägte Stadt Australiens. Mit der Lage am Yarra Fluss erinnert Melbourne etwas an Paris.

Eine Besonderheit von Melbourne ist der sogenannte „Hook Turn“ (vgl. Foto). An Kreuzungen wo dieses Schild hängt, muss man sich in die linke Spur einordnen, wenn man rechts abbiegen will. Man wartet an der Kreuzung, bis die Ampel in der Strasse, in die man einbiegen will, von rot auf grün schaltet und biegt dann ab. Alles klaro? Wenn man die Sache ganz genau studiert ist sie genial, funktioniert aber nur bei sehr wenig Verkehr. Glücklicherweise hat uns unser Tom-Tom Navigationsgerät um alle Hook Turns manövriert, so dass wir keine solchen Experimente machen mussten.

Auf dem Weg zur berühmten Great Ocean Road haben wir noch einen Abstecher in einen Urwald-Park gemacht, wo man auf bis zu 40m hohen Brücken durch die Baumwipfel spazieren kann. Trotzdem waren die Bäume noch einiges höher als wir. Dank der Höhe gewnn man aber einen völlig neuen Eindruck vom (Ur-)Wald.



Wie erwähnt war unsere nächste Destination die Great Ocean Road. Dabei handelt es sich um einen ca. 80km langen Küstenabschnitt. Über die Jahre hat das Meer Felsformationen aus den Klippen rausgewaschen, welche nun frei im Meer stehen. Früher waren es angeblich 12 solche Türme, weshalb diese Türme die 12 Aposteln genannt werden. Heute sind es aber nur noch ca. 8. Die Restlichen sind dem Wind und Wetter zum Opfer gefallen. In ein paar Jahr(zehnten) werden aber vielleicht wieder neue Apostel vom Festland abgetrennt und die 12 komplettieren.


Unsern nächsten grösseren Halt legten wir in Ballarat ein, einer alten Goldgräberstadt. Wir besuchten eine an der ursprünglichen Stelle nachgebaute Goldgräberstadt. Leider hatten wir beim Goldschürfen kein Glück. Offenbar waren in den letzten hundert Jahren bereits andere Leute am Werk. Das grösste Gold-Nugget, welches in Ballarat je gefunden wurde, hätte heute einen Wert von CHF 64 Mio. Beim Goldschmied haben wir miterlebt, wie CHF 120'000 in Gold in einen Barren in der Grösse von nur ca. 12 cm gegossen wurde.


Anschliessend haben wir uns von Jacquelines Eltern für drei Tage getrennt und sind mit dem Auto 480km Richtung Norden nach Mildura gefahren. Die Fahrt dorthin führte uns ca. 400km durch nichts anderes als Kornfelder und ca. vier Ortschaften mit insgesamt etwa 30 Häusern. Hier waren wir froh um unseren Reservekanister. Die Weite und Leere in Australien ist absolut eindrücklich. Das Auffallende an der australischen Landwirtschaft ist, dass praktisch niemand irgendetwas macht. Auf den 400km durch die Landwirtschaftszone haben wir keinen einzigen Bauer bei der Arbeit gesehen. Hier scheint jeder seine Pflanzen und Tiere dem Schicksal zu überlassen, was verständlich ist bei diesen Distanzen. Wir wissen von einem Bauer, dessen Grundstückgrenze 340km umfasst. Da fährt man eine Weile, wenn man sich um seine Tiere kümmern will. Deshalb wird hier sehr extensiv gewirtschaftet und macht das Geld mit der Menge und nicht mit dem Ertrag pro Quadratmeter oder Vieheinheit.

Nach der stundenlangen Fahrt durch die ziemlich trockene Landwirtschaftszone sind wir in der grünen Oase Mildura angekommen. Mildura liegt am Murray River, der natürlichen Grenze zwischen Victoria und New South Wales. Das spärliche (und gestaute) Wasser des Murray Rivers wird für die Bewässerung von Weinreben und Früchten gebraucht. In den letzten Jahren hat es jedoch so wenig geregnet, dass die Bauern momentan bloss noch 40% der ansonsten zur Verfügung stehenden Wassermenge aus dem Murray beziehen dürfen. Wir waren bei einigen Weinbauern, welche ganze Reihen von Rebstöcken absterben lassen mussten.

Den ersten Abend in Mildura haben wir auf der Pferderennbahn verbracht. Im Gegensatz zum Goldsuchen hatten wir beim Pferdewetten mehr Glück. Im letzten Rennen haben wir auf einen Aussenseiter gesetzt, welchen Jacqueline dank ihrem Könnerauge sofort als Gewinner erkannt hatte. Der Gewinn hat unseren ganzen Abend finanziert!

Aber wir waren eigentlich nicht der Pferde wegen nach Mildura gekommen, sondern wegen dem Mungo National Park. Der Mungo National Park liegt 180km nordöstlich von Mildura im Outback. Vor 18'000 Jahren war dort ein fruchtbarer See, welcher aber austrocknete, nachdem sich der Murray Fluss ein neues Flussbett gesucht hatte. Archäologen haben am ehemaligen Seeufer 40'000 Jahre alte menschliche Überreste und Fussspuren gefunden. Fragt nicht, wie man das Alter einer Fussspur bestimmen kann???? Ausserdem hat man eine Lehmkochstelle gefunden, anhand welcher man nachweisen konnte, dass der magnetische Pol der Erde vor etwa 30'000 Jahren um 120 Grad von der heutigen Stelle abgewichen ist und anschliessend wieder an die ursprüngliche Stelle zurückgekehrt ist (wer „Mungo Excursion“ googelt findet mehr dazu). Obschon der Mungo National Park heute ein Unesco Weltkulturerbe ist, darf man sich überall frei bewegen und selbst neben 20'000 Jahre alten Fossilien stehen. Der berühmteste Ort im Mungo National Park ist die „Walls of China“, ein fast weisser Sandhügel am ehemaligen Seeufer. Der konstante West-Wind hat über die Jahrhunderte den ganzen Sand vom Seegrund an das östliche Ufer geweht und bizarre Sandformationen entstehen lassen.

Im Outback haben wir auch viel Neues über die lokale Natur und die Aborigini gelernt. Zum Beispiel gibt es Frösche, welche sich etwa einen halben Meter tief im Boden vergraben und dank einem eingebauten "Wassertank" 7 Jahre so überleben können. Die Aborigini wissen wie man diese Frösche findet und deren Wassertank austrinkt, wenn man selber am verdursten ist. Sogar die Fische haben sich an die Dürren angepasst. Es gibt Fischeier, die können über zwei Jahre in einem ausgetrockneten Wasserloch überleben. Wenn es dann mal wieder regnet ist der Wassertümpel innert Stunden voll mit kleinen Fischen. Unglaublich.

Gemeinsam mit Jacquelines Eltern sind wir dann über die Snowy Mountains nach Canberra, der Hauptstadt gefahren. Die Snowy Mountains heissen nicht bloss snowy, sondern es hat an diesem Tag dort sogar etwas geschneit! Am Tag zuvor hatten wir noch 40 Grad heiss. In den Snowy Mountains haben wir einen kurzen Stopp in Thredbo eingelegt, das australische Pendant zu St. Moritz. Wie St. Moritz ist Thredbo im Sommer ausgestorben und im Winter überteuert. Aber die armen Australier haben keine andere Wahl, denn mit rund 2228 müM ist der lokale Mount Kosciuszko der höchste Berg im Umkreis von mehreren Tausend Kilometern. Eine Ski-Tageskarte kostet CHF 100.- und eine 2 Zimmer Ferienwohnung kriegt man in der Hochsaison von CHF3’000/Woche aufwärts. Da freuen wir uns lieber wieder auf die Schweizer Skigebiete.

Gleichentags sind wir in Canberra, der Hauptstadt Australiens eingetroffen. Canberra ist ein interessanter Kompromiss zwischen Victoria (Melbourne) und New South Wales (Sydney). Bei der Gründung von Australien konnten sich die Bundesstaaten nicht darauf einigen, ob nun Melbourne oder Sydney die neue Hauptstadt werden soll. Schliesslich hat man sich darauf geeinigt, dass die Hauptstadt in New South Wales liegen dürfe, aber mindestens 280km von Sydney entfernt sein müsse. So begann man 1908 auf dem Gelände einer ehemaligen Schaffarm mit dem Bau der neuen Hauptstadt. Die gesamte Stadtplanung entstammt aus einer Hand (ein amerikanischer Architekt hatte den Wettbewerb gewonnen), was sich durch Abgestimmtheit und Einheitlichkeit bemerkbar macht. Viele Regierungsgebäude sind zwar pompös, aber keinesfalls elitär. Auf dem Dach des Parlaments wurde Grass gepflanzt worauf man durchaus auch eine Siesta machen darf. Zu den offiziellen Gebäuden bietet Canberra viele (nationale) Museen, Kunst und einen (gefährlichen) botanischen Garten. Im botanischen Garten hat Sämi heldenhaft Jacquelines Leben gerettet! Als wir durch den botanischen Garten schlenderten ging Jacqueline zu Vorderst, war aber im Gespräch mit ihren Eltern, welche zu Hinterst liefen. Plötzlich schlängelte ihr eine ca. 1.2m lange Brown Snake über den Weg und Jacqueline wäre fast draufgestanden, wenn Sämi sie nicht zurückgezogen hätte. Die Brown Snake ist dann noch etwas am Wegrand entlang geschlängelt und schliesslich im Gebüsch verschwunden. Fie Schlange auf dem Foto schaut bloss harmlos aus... Die Brown Snake ist die zweitgiftigste Schlange der Welt und (leider) sehr verbreitet in Canberra. Zum Glück ist nichts passiert.

Klicke hier für weitere Fotos von Canberra.

Auf dem Rückweg nach Sydney haben wir noch einen Abstecher in die Blue Mountains gemacht. Irgend so ein verrückter Romand hat dort ein Schweizer Restaurant eröffnet, sehr zu unserer Freude. Denn nach 6 Monaten Abstinenz gab es dort für uns das erste mal wieder Bratwurst mit Rösti! Das war eine Freude!

Die letzten Tage haben wir mit den Eltern von Jacqueline in Sydney verbracht. Unter anderem haben sie uns in die Sydney Opera zu einem unvergesslichen Abend mit Verdis „La Traviata“ eingeladen. Zudem machten wir einen kulinarischen Abstecher an den Sydney Fishmarket wobei ein paar Lobster dran glauben mussten. Ausserdem hatten wir noch einen Tag Besuch von Natasha und Fabrice, welche während unserer Abwesenheit ein paar Tage unsere Wohnung gehütet hatten.

Jetzt sind Jacquelines Eltern wieder zu Hause und wir nutzen die letzten Wochen Ferien vor dem Semesterbeginn für einen Abstecher auf die Südinsel von Neuseeland. Morgen Vormittag fliegen wir ab. Weitere News folgen also in Kürze.

Viele liebe Grüsse

Jacqueline & Sämi

Neujahr

G’day

Am 28. Dezember sind Sämis Eltern nach Adelaide weitergereist und praktisch gleichzeitig sind Jacquelines Eltern in Sydney angekommen. Die ersten Tage haben sie in einem Hotel in der Nähe von uns gewohnt, doch für die Silvesternacht hat das Hotel den Zimmerpreis von $170 auf $1'000 erhöht (notabene ein Zimmer ohne Aussicht auf das Feuerwerk), weshalb wir Jacquelines Eltern gerne Asyl bei uns angeboten haben. Die Australier wissen, wie (und wann) man Kasse macht.

Die Vorbereitungen für das Neujahrsfest waren nicht ganz unkompliziert. Man muss wohl nicht erwähnen, dass Sydney jedes Jahr das imposanteste Neujahrs-Feuerwerk der Welt bietet. Dies zieht entsprechend viele Gäste an. Wegen unserer guten Wohnlage wurde unser Quartier bereits ein paar Tage vor Silvester in Ausnahmezustand versetzt: die Parkplätze wurden geräumt, Strassensperren erstellt und Kontrollposten aufgestellt. Ins Quartier konnte nur noch, wer hier wohnte. Gäste mussten persönlich beim Kontrollposten abgeholt werden. Alle Taschen wurden kontrolliert, denn niemand durfte Glas oder Alkohol hineinbringen. Wir hatten natürlich unseren Kühlschrank und zwei Eisboxen bereits am Tag zuvor mit Getränken gefüllt. Der kleine Park am Fusse unseres Quartiers (dort, wo man die beste Aussicht auf die Harbour Bridge hat) hatte an diesem Abend ca. 10'000 Besucher (an einem normalen Abend hat es dort etwa 20 Besucher). Wohnungen wie unsere konnte man für die Silvesternacht problemlos für mehr als $1'000 vermieten.



Neben den Eltern von Jacqueline feierten mit uns zwei Freunde von der Uni, Diana und Philipp, mit Familie sowie Tanja und Peter. Tanja arbeitet mit Sämi bei Baker & McKenzie in Zürich und war an Silvester gerade in Sydney.

Das Feuerwerk war in zwei Aufführungen unterteilt. Um 9pm fand das kleinere „Kinderfeuerwerk“ (damit die Kinder anschliessend ins Bett können) und um 12pm das grosse Feuerwerk statt. Das grosse Feuerwerk war absolut spitze. Auch wenn es „nur“ 12 Minuten dauerte, so war es doch um einiges imposanter als erwartet. Das Feuerwerk wurde nicht nur von der Harbour Bridge abgeschossen sondern auch von 5 Schiffen und von einigen Hochhäusern in der Stadt. Alles passte perfekt zusammen und war mit Musik synchronisiert, welche man über Radio empfangen konnte.

Aber wir können hier noch lange das Feuerwerk beschreiben. Am Besten verschafft ihr euch selber einen Video-Eindruck: Klickt hier.


Für weitere Fotos vom Neujahr klickt hier.



Nachträglich wünschen wir euch auf diesem Weg alles Gute zum neuen Jahr und viel Glück im 2010!

Viele liebe Grüsse

Jacqueline & Sämi

Weihnachten

G’day

Nach unserer Rückkehr von Neuseeland sind Sämis Eltern am 22. Dezember als Teil ihrer Australien-Tour nach Sydney zu Besuch gekommen. Mit ihnen haben endlich die lokalen Sightseeing-Must-Do’s angeschaut und eine wundervolle Zeit erlebt.




Unter anderem haben wir einen Wanderausflug in die Blue Mountains gemacht (Klicke hier für die gesammelten Fotos unserer verschiedenen Blue Mountains Expeditionen). Einen weitere Ausflug hat uns ins Sämis Velo-Trainingsgebiet gebracht, der Ku-ring-gai National Park im Norden von Sydney. Dort wurden wir fast von einer Riesenechse gefressen ;-). (vgl. in der Mitte des Bildes)


Der Höhepunkt war natürlich der 24. Dezember. Wir haben Weihnachten ganz dem australischen Brauch entsprechend mit einem ausgiebigen BBQ am Strand von Sydney gefeiert. Als Weihnachtsbaum musste ein abgefallener Ast einer lokalen Tanne herhalten. Stilgerecht haben wir uns sogar mit Weihnachtskugeln und Girlanden eingedeckt. Damit galten wir hier als Puristen, denn ein normaler Australier hat einen Plastik-Weihnachtsbaum, womöglich sogar mit eingebauten LED-Christbaumkerzen (welche blinken und die Farbe wechseln; wie schön)…


Am 25. Dezember, dem eigentlichen Weihnachtstag für die Australier haben wir bei uns zu Hause mit unseren australischen Freunden Marc und Nate bei Filet im Teig gefeiert. Marc hat uns freundlicherweise in die Trink-Gewohnheiten für Weihnachten eingeführt. Hier trinkt man zu Weihnachten einen süssen kohlesäurehaltigen Rotwein, was gut zum warmen Wetter passt.

Für weitere Fotos von der Weihnachtszeit klicke hier.


Viele liebe Grüsse


Jacqueline & Sämi


Neuseeland (zum Ersten) - North Island

G’day,

Vor lauter Ferien hatten wir die letzten zwei Monate gar keine Zeit mehr für unseren Blog. Dies wollen wir hiermit nun ändern und euch up-to-date bringen.


Zu den Fotos von Neuseeland klicke hier.

Anfangs Dezember sind wir mit Fränzi, Sämis Schwester für zwei Wochen nach Neuseeland geflogen. Genaugenommen sind wir auf die Nordinsel geflogen und auch dort haben wir es in zwei Wochen nur geschafft, die oberen zwei Drittel zu sehen. Neuseeland sieht zwar neben Australien auf der Weltkarte winzig aus, ist aber trotzdem sehr gross und die Strassen sind derart kurvig, dass man kaum vorwärts kommt. In Auckland angekommen sind wir zu erst nördlich nach Russell an die Bay of Islands gekurvt. Russel ist die älteste Stadt in Neuseeland und Ausgangspunkt für Bootsausflüge um Delfine zu beobachten.



Mit ein paar anderen Wagemutigen sind wir in See gestochen, um (auf offener See) mit Delfinen zu schwimmen. Nach Kurzem hatten wir bereits die erste Gruppe von Delfinen gefunden. Leider hatte diese Gruppe ein Junges dabei, welches noch gesäugt wurde, so dass wir gemäss NZ Umweltschutzrecht nicht ins Wasser durften. [Junge Delfine werden alle 2 Minuten gesäugt. Verpassen sie 2 bis 3 mal das Säugen (z.B. wegen lustigen Schwimmern), können sie sterben.] Auf der Suche nach einer zweiten Gruppe von Delfinen sind wir einem (Baby-)Hammerhai begegnet, was uns etwas Nachdenklich über das bevorstehende Geplantsche an demselben Ort gemacht hatte… Als wir dann aber die zweite Gruppe von Delfinen gefunden hatten, war der Hammerhai vergessen und wir haben uns todesmutig in die Fluten gestürzt. Erst dort bemerkten wir aber, wie anstrengend es ist, einem wilden Delfin schwimmend zu folgen. Leider waren die Delfine an diesem Tag nicht zum Spielen aufgelegt und haben weite Kreise um uns gezogen. Die zweite Gruppe Delfine war eine etwas kleinere Art als die erste Gruppe, dafür schneller und etwas ängstlicher. Ein unglaubliches Erlebnis war es aber auch jeden Fall, welches wir bei einer anschliessenden Kanutour verdaut haben.

Von der Bay of Islands sind wir an die Westküste in den Wipoua Forst gefahren, wo es riesige Kauri Bäume gibt. Diese Bäume sind etwa 52m hoch und haben einen imposanten Stammdurchmesser von über 14m. Das Faszinierenste an den Kauri Bäumen ist jedoch ihr Alter. Der hier abgebildete Baum wird auf 2000 Jahre alt geschätzt. Man stelle sich mal vor, was ein solcher Baum alles schon erlebt und überstanden hat. Für den Grössenvergleich haben sich Jacqueline und Fränzi unten links vor den Baum gestellt. Man sieht sie kaum.

Übernachtet haben wir in einer kleinen Camping-Hütte auf einem Zeltplatz in Piha. Piha liegt an einem schönen schwarzen Sandstrand. Einziger Nachteil, der Campingplatz liegt in der „Tsunami Evacuation Zone“. Unsere Mini-Hütte hätte es glatt weggespült. Zum Glück blieb es diese Nacht ruhig.

Am nächsten Tag fuhren wir auf Coromandel Peninsula, eine Halbinsel östlich von Auckland. Hier befindet sich die absolut beste Attraktion von Neuseeland: die Hot Water Beach. Dieser Strand liegt in einer Vulkanischen Zone mit geothermischen Aktivitäten. Bei Ebbe kann man am Strand ein Loch in den Sand graben, welches sich mit ca. 50 Grad heissem Grundwasser füllt. Wenn man das Loch an einer Stelle gräbt, wo es auch noch etwas kaltes Grundwasser hat, erreicht man einen gut temperierten Pool. Und all dies gratis, direkt am Meer und unter dem Sternenhimmel.

Unsere nächste Station war Rotorua, eine Stadt mit viel Maori-Kultur und zahlreichen geothermischen Aktivitäten. Praktisch jedes Haus hat im Hinterhof ein Loch, aus welchem heisser Dampf kommt. Darin wird dann gekocht. Man muss aber das Essen gut verpacken, sonst riecht es anschliessend nach faulen Eiern (Schwefel)… In dieser Gegend haben wir auch etwas mehr über die Kultur der Maori erfahren. Anders als die Aborigni von Australien sind die Maori erst viel später nach Neuseeland gekommen (vermutlich von Polinesien). Höchstwahrscheinlich waren sie deshalb auch nicht so anfällig auf die eingeschleppten Krankheiten der weissen Siedler. Hinzu kommt, dass die Maori ein sehr kämpferisches Volk waren/sind. Dies hat wohl dazu beigetragen, dass die Maori in der neuseeländischen Gesellschaft heute eine viel wichtigere Rolle spielen als die Aborigini in der Australischen Gesellschaft.

Rotorua liegt in den Bergen und ist umgeben von Wildbächen. Entsprechend konnten wir es nicht lassen, einen solchen Wildbach mit dem Raft runterzupaddeln. Dummerweise hatten wir gerade denjenigen Trip ausgesucht mit dem „höchsten kommerziell befahrbaren Wasserfall der Welt“… sprich einem über 7m hohen Wasserfall. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt und gewaschen, haben es aber genossen.

Weiter ging es nach Taupo zur Besteigung des Mount Tongario, einem (ehemaligen) Vulkan. Dieser Berg war einst der höchste Berg Neuseelands, bis der oberste Drittel eines Tages in einer grossen Explosion wegflog. Dafür bietet er jetzt eine spektakuläre Szenerie. Unter anderem wurde dort Szenen für den Film „Herr der Ringe“ gefilmt (Mount Doom und Plains of Gorgoroth). Die eindrückliche Wanderung geht bis ca. 1900 müM und dauerte etwa 6 Stunden. Wir wanderten über Lavafelder, überquerten mehrere Krater und sahen türkisgrüne Vulkan-Seen (und sogar etwas Schnee).

Der letzte Stopp vor Auckland machten wir bei den Waitomo Caves. Dies ist ein Höhlensystem bestehend aus den uns bekannten Stalaktiten und Stalagmiten Höhlen, aus unterirdischen Flüssen (man könnte sogar unterirdisch Riverrafting machen) sowie aus Höhlen mit Glühwürmchen. Uns hat die letzte Höhle am besten Gefallen. Wir sind in einem kleinen Alu-Boot (ohne Motor) geräuschlos auf einem unterirdischen See gepaddelt wobei es stockdunkel war. An der Decke der Höhle hingen Millionen von Glühwürmchen. Es sah aus wie ein Sternenhimmel aus grünen Sternen.

Vor unserem Rückflug verbrachten wir noch zwei Tage in Auckland. Auckland ist wie Sydney sehr schön am Meer gelegen und hat zahlreiche Buchten. Natürlich ist Auckland viel kleiner als Sydney und man hat es grundsätzlich in zwei Tagen gesehen. Überhaupt, Neuseeland ist ja nicht für seine Städte, sondern für die schöne Natur bekannt. So machten wir noch einen Ausflug in einen Seil Park. In einem Wald wurden zwischen den Bäumen auf ca. 10m Höhe Kabel gespannt, auf welchen man (natürlich gesichert) rumklettern kann. Das Ganze war ein ziemliches Abenteuer und Nichts für Leute mit Höhenangst.



Die Neuseeländer sind ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk. „Men and their toys“ trifft in Neuseeland definitiv zu. Man hat den Eindruck, dass jeder einen Sit-On-Rasenmäher (John Deer), ein Sportfischerboot, ein Motorrad und eine Fischräuchermaschine im Garten stehen hat. Man merkt auch, dass Neuseeland nach Australien besiedelt worden ist. Vieles erinnert an Australien, aber mit dem etwas besseren Finish.


Morgen reisen wir nochmals nach Neuseeland, diesmal aber auf die Südinsel nach Christchurch. Dort haben wir uns ein Campervan (Minibus mit Bett) gemietet und werden damit die Insel erkunden. Weitere News aus Neuseeland sind somit garantiert.

Viele liebe Grüsse

Jacqueline & Sämi

Samstag, 5. Dezember 2009

Endlich Semesterferien!

G'day,

Nach unserem letzten Blog-Eintrag standen bei uns die Abschlussprüfungen für die Uni an. Dies war eine etwas stressige Zeit, aber wir haben es überstanden. Sämi hat bereits drei von vier Noten erhalten und die sind ziemlich gut (1x Höchstnote und 2x die zweithöchste Note).

Dann fingen endlich unsere Semesterferien an! Mit vollgepacktem Auto haben wir uns auf den Weg in die Blue Mountains gemacht (ca. 1.5 Stunden von Sydney). Dies ist ein rund 1100 m.ü.M. hoher „Berg“ im Landesinnern. Ihren Namen haben die Blue Mountains von der blauen Dunstwolke welche sie stets umgibt. Diese entsteht aus den ätherischen Oelen der Eukalyptuswälder. Im Gegensatz zu unseren Bergen sind die Blue Montains aber eher ein Hochplateau mit einem grossen Loch, ähnlich wie der Grand Canyon in den USA, nur etwas kleiner und vollkommen überwachsen mit Eukalyptusbäumen. In den Blue Mountains sind wir bei rund 40 Grad Wandern gegangen und haben fast non-stop an der Wasserflasche gehangen. Hier findet ihr einige Fotos von den Blue Mountains.


Von den Blue Mountains fuhren wir gleichentags weiter nach Mudgee, eine kleine Weinbauregion hinter den Blue Mountains (ca. 3.5 Stunden von Sydney). Dort haben wir uns eingehend mit der einheimischen Winzerskunst beschäftigt. Eigentlich hatten wir unsere Fahrräder mitgebracht, da man am (Auto-)Steuer ja nichts trinken sollte. Doch bei 43 Grad im Schatten (und es hat dort fast kein Schatten) ist uns die Freude am Velofahren rasch vergangen. So haben wir uns dann halt beim Degustieren und Autofahren abgewechselt. Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz. Zum Glück hatte unsere Camping-Hütte eine Klimaanlage. Der Wein aus der Region Mudgee ist sehr interessant, denn im Winter wird es dort bis 0 Grad und im Sommer über 40 Grad. In Mudgee werden nicht nur Shiraz Trauben, sondern beispielsweise auch Chianti, Durif, Cabernet, Chiraz und Rioja Trauben angepflanzt.


Normalerweise hat Mudgee ausreichend Regen. Aber als wir dort waren war alles was nicht Bewässert wurde staubtrocken. Die Buschfeuerwarnung wurde erstmals auf „extreme“ eingestuft. Das bedeutet, dass ein Buschfeuer nicht kontrolliert werden könnte.
Tatsächlich hatte es in der näheren Umgebung einige von Blitzen entfachte Buschfeuer gegeben, welche wir aber glücklicherweise nicht gesehen haben. Am Radio wurden regelmässig die neuesten Buschfeuer-Reports veröffentlicht. Die Einwohner der betroffenen Orte wurden gewarnt, dass sie sofort ihre Häuser verlassen sollen, sofern sie keine Buschfeuer-Bunker haben (das gibt es hier wirklich), ansonsten würden sie verbrennen. Diejenigen die dem Buschfeuer trotzen wollten wurden zudem gewarnt, dass sie sich psychologisch darauf vorbereiten müssen, ihr Hab und Gut in Flammen aufgehen zu sehen. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass viele Leute, welche die schlimmen Buschfeuer vor zwei Jahren überlebt hatten, im Nachhinein grosse psychologische Probleme hatten, weil sie (meist) vergeblich versucht hatten, gegen die Flammen zu kämpfen. Seither ist die Prävention und Prognose der Buschfeuer in Australien stark verbessert worden. Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir keinem Buschfeuer begegnet sind und in Sydney wohnen, wo es nie so trocken wird wie im Outback. Hier findet ihr einige Fotos von Mudgee.

Von der Weinregion Mudgee sind wir 6 Stunden weiter Richtung Norden nach Bingara gefahren. Es war immer noch über 40 Grad heiss. Auf halbem Weg hat das Gebläse unserer Autolüftung vor der holprigen Strasse kapituliert. Die Klimaanlage funktionierte zwar noch, doch die kühle Luft wurde nicht ins innere des Autos geblasen. Immerhin haben wir nach ein paar schwitzigen Minuten rausgefunden, dass der Fahrtwind ein wenig kühle Luft durchs Gebläse drückt, wenn man schneller als 100 km/h fährt. So sind wir dann ziemlich zügig gegen Norden gefahren. Glücklicherweise hat sich uns kein Kängeroo in den Weg gestellt. Diese Hüpfer sind hier eine echte Gefahr auf den Landstrassen. Die meisten Autos haben deshalb auch extra Stosstangen welche aussehen wie von einem Panzer.

In Bingara, ein 1300 Seelen Dorf im Nirgendwo, trafen wir unsere Cowboy Kollegen, welche mit uns eine Woche auf der Farm gearbeitet haben. Doch zuerst ging es zur Heilsarmee, wo wir uns mit Arbeitskleidern eindeckten und dann in den „Bottle Store“ wo wir flüssigen Proviant besorgten (bei über 40 Grad hat man grossen Durst). Ein Bus brachte uns anschliessend zur Farm, welche etwa 40 Minuten ausserhalb von Bingara liegt. Die Farm gehört John, der unser Chef für die Woche war. Die Farm ist etwas grösser als die Gemeinde Zug und beherbergt 220 Pferde, 110 Fohlen, Schafe und Kühe. Das riesige Gelände umfasst Buschland, ziemlich trockene Weiden, ein paar Wasserlöcher und eine staubige Strasse. Insgesamt gibt es nur etwa fünf Gehege, so dass die Tiere unglaublich viel Platz haben. Abgesehen von ca. 40 Arbeitspferden leben alle anderen Tiere wild irgendwo auf dem Farmland. Hier findet ihr einige Fotos von der Farm.

Unser Arbeitstag begann etwa um 7 Uhr. Mit einer „Ute“ (Australisch für „Utility Vehicle“, ein Auto mit Führerkabine und Ladefläche) fuhren wir hinaus zu den Arbeitspferden. Da deren Weide aber rund zwei Quadratkilometer gross war, mussten wir sie immer zuerst suchen gehen. Meistens konnten wir drei bis vier Pferde anlocken, halftern und satteln. Mit diesen Pferden trieben wir die restlichen Arbeitspferde in ein Gehege auf der Farm wo wir sie für den Arbeitstag auswählten. Diejenigen welche wir nicht brauchten, liessen wir wieder gehen (um sie an nächsten Morgen wieder einzusammeln). Wegen der starken Sonne waren wir trotz Temperaturen von über 40 Grad immer mit Schuhen, Jeans und Langarmhemd bekleidet. Da die Luftfeuchtigkeit aber nur etwa 10% betrug verdampfte der Schweiss sofort und man fühlte sich besser mit langen Kleidern.

Die täglichen Arbeiten wurden meistens hoch zu Pferd erledigt. Im Busch trieben wir einige wilde Pferde zur Farm, um sie anschliessend zu trainieren. An einem anderen Tag trieben wir eine ganze Kuhherde auf die Farm. Dort haben wir sie dann nach Alter sortiert (was den Mutterkühen nicht sehr gefallen hat) und teilweise kastriert (was Sämi aus Mitgefühl nicht gefallen hat). Zweimal gingen wir sogar mit den Pferden im Fluss schwimmen. Dabei sitzt man mit den Badekleidern aufs Pferd (ohne Sattel) und watet ins Wasser. Wenn es tief genug ist, schwimmt das Pferd (mit dem Reiter) und man muss versuchen irgendwie sitzen zu bleiben. Jacqueline ist früher viel geritten und war entsprechend versiert. Sämi hingegen hat bisher erst ein paar zahme Touristen-Ausritte gemeistert und war entsprechend gefordert. Aber er hat sich wacker geschlagen (auch wenn er teilweise eine Oktave höher gesprochen hat) und konnte am Schluss sogar richtig galoppieren.

Natürlich arbeiteten wir auch mit Schafen. Einmal sind wir zum nächsten Nachbar gefahren, welcher (nur) 15 Autominuten von der Farm wohnt. Die Fahrt dahin ging über Stock und Stein und wir hatten alle Mühe uns hinten auf der Ladefläche der Ute festzuhalten. Der Nachbar hatte rund 700 Schafe eingetrieben die wir gegen Würmer impfen mussten. Dazu mussten man jedes Schaf am Kopf packen und eine Flüssigkeit in den Mund spritzen. Offenbar war die Impfung nicht sehr lecker, denn die Schafe haben sich mit aller Kraft gewehrt. Interessanterweise haben sie sich viel weniger gewehrt, als ihnen der Nachbar-Farmer die Schwänze und die Hoden abgeschnitten hat. Die Schafe in Australien kriegen so grosse Wollmäntel, dass deren Kot nicht mehr unter dem Schwanz rauskommt. In diese Pampe legen Fliegen dann Eier welche für das Schaf über kurz oder lang das Ende bedeutet. Deshalb werden den Schafen die Schwänze abgeschnitten. Jacqueline hat sich als grosse Schaf-Kämpferin entpuppt und etwa 200 Schafe geimpft. Das Gesäbel haben wir aber dem Nachbarn überlassen. Zwei Tage später waren wir noch Schafe scheren, was ebenfalls eine sehr anstrengende Arbeit ist. Die Wolle ist etwa 10 cm dick. Beim Scheren muss man aber extrem aufpassen, dass man nur die Wolle und nicht auch Teile des Schafs abschneidet. Deshalb kamen wir Novizen erst zum Einsatz, wenn John den Grossteil der Wolle bereits gescheert hatte.


Ausserdem haben wir noch gelernt mit dem Lasso und der Geisel umzugehen. Jacqueline war besonders talentiert mit der Geisel, was Sämi etwas Sorgen im Hinblick auf unser Zusammenleben macht. Einmal versuchten wir, fürs Essen Kängeroo zu jagen, doch leider waren diese zu flink. So gab es dann halt Poulet.

Am Abend galt es den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen und meistens ging es früh ins Bett. Wir wohnten in einer kleinen uralten aber liebevoll renovierten Hütte mit 4er Zimmern und Kajütenbetten (ohne Klimaanlage….).

Mit etwas schwerem Herz mussten wir uns nach einer Woche wieder von den Pferden trennen. Leider konnte der Mechaniker in Bingara in der Zwischenzeit das Gebläse in unserem Auto nicht reparieren, so dass wir wie in einem Brutkasten Richtung Sydney fuhren. Zwecks Abkühlung (und Ausgleichung des Wasserhaushalts) haben wir eine Übernachtung in Tamworth, der Country Musik Hauptstadt von Australien eingelegt. Der lokale Automech konnte unser Gebläse leider ebenfalls nicht reparieren und hat sogar gemeint, dass eine Reparatur etwa $1000 kosten würde. Zur Aufmunterung haben wir dann eine Doppel-CD mit Country Musik gekauft uns sind mit guter Stimmung (und zügigem Tempo wegen der Lüftung) nach Syndey gefahren. In Sydney angekommen hat Sämi per Internet eine kleine Umfrage bei den lokalen Garagisten gestartet und schlussendlich einen gefunden, welcher inzwischen unser Auto für $420 repariert hat. Fantastic!

Am nächsten Tag ist Sämis Schwester, Fränzi, in Sydney angekommen. Mit ihr haben wir endlich die Touristenattraktionen besucht, für welche wir während dem Semester nie Zeit hatten.

Ausserdem waren wir zwei Tage in einem Surf Camp zwei Stunden südlich von Sydney. Obschon wir ziemlich eingeschüchtert waren von all den Hai-Filmen haben wir uns todesmutig in die Brandung gestürzt. Nach zwei Stunden konnten wir sogar auf dem Surfbrett stehen. Das Ganze war aber so anstrengend, dass wir nach jeder Doppelstunde gleich eine Siesta einlegten. Vielleicht lag das auch daran, dass wir während dem Surfen den halben Pazifik geschluckt hatten und dies verdauen mussten. Haie haben wir übrigens keine gesehen und wir bezweifeln, dass Haie bei solcher Brandung überhaupt navigieren könnten. Der Ort wo wir surften heisst Seven-Mile-Beach und liegt absolut idyllisch an einem Naturschutzgebiet mit vielen Pelikanen. Hier findet ihr einige Fotos vom Surf Camp. [Die meisten Fotos (die Schönen) sind Marketing-Fotos vom Surf Camp und nicht von uns.]

Fränzi hat grosszügigerweise Schweizer Fondue und Schnaps (Zuger Träsch von Philipp Freimann) mitgebracht, was wir beides sehr vermisst haben. Zur Feier dieses Anlasses haben wir gleich ein kleines Hausfest veranstaltet und unsere Nachbarn in die hohe Kunst des Fondue-Essens (und Schnaps-Trinkens) eingeweiht, was sehr lustig war.


Jetzt sind wir wieder in Sydney und packen gerade unsere Sachen. Morgen geht’s zu Dritt (mit Fränzi) für zwei Wochen nach Neuseeland. Anschliessend gibt es sicherlich wieder jede Menge Abenteuer zu berichten.

Wir wünschen euch eine gute Zeit, frohe Weihnachtsvorbereitung und wir freuen uns, von euch zu lesen oder zu hören. Ihr könnt uns eine Email schreiben, ein Kommentar zu diesem Blog hinterlassen (vgl. unten) oder uns per Post kontaktieren. Der Weihnachtsmann fliegt übrigens auch bis nach Australien ;-)

Bis bald,

Viele liebe Grüsse
Jacqueline & Sämi